Nordenham Vielleicht lag es am guten Wetter. Möglicherweise daran, dass Big Bands nicht unbedingt im Trend liegen. Und vermutlich spielte auch eine Rolle, dass es keine einheimischen Musikformationen waren, die am Freitagabend in der Jahnhalle ihren Auftritt hatten.

Breites Spektrum

Jedenfalls war das Doppelkonzert der Jugend-Bigband Wilhelmshaven (JBBW) und der Wilhelmshaven Bigband (WBB) nicht gut besucht. Der Leiter und Arrangeur Uli Piontek nahm es mit Humor. „Es sind immerhin mehr Leute hier im Publikum als auf der Bühne“, sagte er zu den knapp 40 Zuhörern in der Jahnhalle.

Sowohl die jugendlichen als auch erwachsenen Hobbymusiker präsentierten in zwei Sets ein breites Spektrum von klassischen bis hin zu modernen Bigband-Arrangements. Mal waren es Stücke wie „Autumn Leaves“ oder „Sweet Lucy“, dann wieder unbekanntere Songs wie „Agua de Beber“. Das Repertoire der beiden Wilhelmshavener Amateurbands, die jeweils zehn Stücke spielten, umfasst Jazz im Sound alter und neuer Meister – Count Basie, Duke Ellington, Stan Kenton, Pat Metheny oder Peter Herbolzheimer –, Swing, Latin- und Rock-Jazz sowie auch Funkmusik.

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Obgleich Bigband-Musik grundsätzlich wenig Freiraum für ausgiebige Solopassagen lässt, konnten sich die Zuhörer in dem gut zweistündigen Konzert immer wieder von dem Können einzelner Musiker überzeugen. Und auch als es galt, die für die Trompeter schwer zu spielenden Wechsel von lauten und leisen Sequenzen zu meistern, applaudierte das Publikum. „Das ist wirklich körperliche Schwerstarbeit“, erklärte Dirigent Uli Piontek aus Bremen, der selbst professionell ausgebildeter Trompeter ist und durch die Veranstaltung führte.

Am Ende des Abends gab es denn auch eine Zugabe, und der Bremer meinte zum Abschluss: „Es ist hier eine kleine, aber feine Runde gewesen. Wir kommen gerne wieder.“

Seit 24 Jahren

Die Wilhelmshaven Bigband wurde vor 24 Jahren gegründet. Aktuell besteht sie aus vier Trompeten, fünf Saxofonen, vier Posaunen und einer Rhythmusgruppe mit Klavier, Bass, Gitarre und Schlagzeug.

Deutlich jünger ist selbstverständlich die Jugend-Bigband Wilhelmshaven, die 2015 vom Jazzclub ins Leben gerufen wurde und talentierte Nachwuchsmusiker aus der Seestadt fördert. Am Freitag traten 17 Jugendliche auf – fünf Saxofonisten, jeweils vier Trompeter und Posaunisten. Die Rhythmusgruppe setze sich aus dem koordinierenden Schlagzeug, verschiedenen Percussion-Instrumenten, dem Klavier und einem Gitarristen zusammen.

Die beiden Bigbands arbeiten eng zusammen. Fehlt jemand bei der JBBV – so wie am vergangenen Freitag –, kann sofort auf einen Ersatz aus der WBB zurückgegriffen werden, so dass die Sätze durchweg komplett gespielt werden können.

Die JBBW ist übrigens derzeit dabei, ihr Repertoire unter der Leitung von Uli Piontek mit einem Mix aus Satz- und Tutti-Proben zu erweitern.

In diesem Jahr stehen für die jungen Nachwuchsmusiker, die aus öffentlichen Mitteln und von institutionellen Sponsoren finanziert werden, gleich mehrere Auftritte im Wilhelmshavener Umland auf dem Programm.

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