Nordenham Ob „Der Besuch der alten Dame“, „Der Richter und sein Henker“ oder „Die Physiker“ – eines der großen Werke des Schriftstellers und Dramatikers Friedrich Reinhold Dürrenmatt ist quasi ein Muss im Lehrplan der gymnasialen Mittelstufe. Nicht anders natürlich im Literaturunterricht von Markus Scharrer am Nordenhamer Gymnasium. Und da vier seiner Schüler auch in der Theater-AG mitmischen und er selbst gemeinsam mit Sabrina Pargmann und Björn-Sören Schlemmer diese AG leitet, lag es durchaus nahe, sich an Dürrenmatts „Die Physiker“ zu versuchen.

Seit September

Seit September probt das etwa 20-köpfige Schülerteam neben dem regulären Unterricht, neben Hausaufgaben und den vielen anderen tagtäglichen Verpflichtungen intensiv an jedem Donnerstagnachmittag. Am Montag und Dienstag, 18. und 19. Juni, jeweils ab 19 Uhr, soll der im deutschen Sprachraum wohl meistgespielte Komödien-Klassiker „Die Physiker“ auch in der Aula des Gymnasiums aufgeführt werden.

Wegen des mündlichen Abiturs, wegen Krankheit, Wandertagen, Feiertagen und Hitzefrei musste der eine oder andere Akteur den einen oder anderen Probentermin absagen. Deshalb übt das Team seit 14 Tagen noch intensiver – zusätzlich freitags und selbst am Sonntagvormittag. Die Generalprobe ist erst für den 18. Juni angesetzt, nur wenige Stunden vor der Premiere selbst. „So gegen 16 Uhr,“ sagt Scharrer, „damit die Schüler vorher noch ein wenig Luft holen können.“ Es werde schon klappen.

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Natürlich hatte sich der AG-Leiter, der eine Ausbildung im Unterrichtsfach Darstellendes Spiel machte und dieses Fach im nächsten Schuljahr auch anbieten will, vor Kurzem das Stück „De Physiker“ der Jugendgruppe Tusculum der Niederdeutschen Bühne Nordenham angeschaut. Er spricht den Plattdüütschen für ihre Leistung seine Anerkennung aus. „Wir allerdings werden Dürrenmatts Stück eher sehr klassisch spielen,“ sagt er, „und wir werden uns auch strikt an die Textvorlage halten.“

Also keine laute Rockmusik, keine Bauzäune und keine Nebelkanone wie bei Tusculum. Eher ein einfaches Bühnenbild, gefertigt von Hausmeister Enno Rennies, und schlichte Requisiten, zusammengetragen von David König und Sabrina Pargmann. Zu diesen Requisiten gehört für Albert Einstein übrigens auch eine ausgediente Tabakpfeife, die Nordenhams stellvertretender Gymnasialleiter, Dr. Sebastian Wegner, aus seinem privaten Fundus zur Verfügung stellte.

Lehrer schwärmt

Wenn Markus Scharrer über die Schauspieler spricht, kommt er ins Schwärmen: Lars Grüneisen in der Rolle von Johann Wilhelm Möbius beispielsweise sei „ein begnadeter“ Mime „mit großer Bühnenpräsenz“. Und auch Tasniem Mohamad-Alabdoaboras sei super drauf. Sie sei erst vor zwei Jahren aus Syrien gekommen und habe damals kein einziges Wort Deutsch gesprochen.

Alle Schüler, sagt Scharrer, spielten beeindruckend: So Luca Tom Goltz als Sir Isaac Newton und Ömer Sayan als Albert Einstein ebenso wie Jasmin Eilers/Daniela Wiesiolek (Frl. Dr. Mathilde von Zahnd), Lenard Laverenz (Inspektor Richard Voss), David König/Samir Bajrami (Missionar Rose), Fiona Spreen (Fr. Missionar Rose), Elina Frescher und Paula Guske (als Kinder von Möbius), Nina Ubben/Tasniem Mohamad-Alabdoaboras (Oberschwester Marta Boll), Eileen Gundlach (Schwester Monika), Zoe Körner und Vivian Gassner (Polizistinnen), Maris Baum (Oberpfleger Sievers), Silas Wittrock (Pfleger Murillo) sowie Paula Guske (Leiche 1). Für Ton und Licht sorgen Maiko Pump und Ömer Sayan.

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