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Nordenham Es hatte ein bisschen was von einer Hollywood-Premiere, als sich die Schauspieler aus der GPS-Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Jeringhave vor der Leinwand versammelten. Kurz zuvor waren sie noch auf der Leinwand zu sehen. „Geiht nich, giff’t nich“ so heißt der Film, in dem sie die Hauptrollen spielen. Im Filmpalast an der Hansingstraße war er jetzt zu sehen. Das CVJM-Sozialwerk hatte zu der Vorführung eingeladen. Mehr als 60 Klienten des CVJM-Sozialwerks, Mitarbeiter und weitere Gäste schauten ihn sich an – mit Popcorn, Kaltgetränken und viel Freude.

„Geiht nich, giff’t nicht“ ist ein Film über die Kraft der Träume. „Wovon träumt ihr – was wolltet ihr schon immer gerne einmal sein?“ Mit diesen Fragen begannen die ersten Treffen der GPS-Leiterin Heike Sander mit den Schauspielern. Elf Erwachsene hatte Heike Sander für ihren Film ausgesucht, alle Beschäftigte der Werkstatt Jeringhave der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit. Eigentlich bemalen sie hier, mitten in der Friesischen Wehde, Holz, gießen Kerzen oder schweißen Metall. Sie sind Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen.

„Wir wollten hier einfach mal was wagen und lachen, und etwas ganz Neues machen. Wir sind eh besonders hier. Friesland ist besonders. Hier geht alles, hier hilft man sich. Das soll im Film deutlich werden“, so die Werkstattleiterin.

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Regie führte die Journalistin und Moderatorin Carola Schede. „Eigentlich kann ich Film nicht, das ist ’ne Baustelle zu groß für mich“, war ihre erste Reaktion als Heike Sander bei ihr anrief. Aber sie wagte das Experiment. Vor allem auch deshalb, weil der Film inklusiv ist, was seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Journalistin ist. Ihr Team fand die 46-Jährige in ihrem aktuellen beruflichen Umfeld.

Die Träume der Werkstatt-Beschäftigten wurden zum Drehbuch. „Ich habe für jeden Traum einen perfekten Ort gesucht, und die Menschen, die dazugehören. Und das musste dann alles zusammen in eine Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hat“, erzählt Carola Schede.

Eine Hochzeitsplanerin musste eingebaut werden, ein junger Mann, der am liebsten James Bond wäre, ein Bürgermeister und eine Verliebte, die gerne mit Schafen arbeiten wollte. Also war klar: In diesem Film muss es Autos geben, eine Hochzeit und ein Schiff. In einer Szene leiten Olaf Würdemann und Mario Schendzilorz eine Sitzung des Vareler Planungsausschusses. „Inklusion heißt, gemeinsam etwas zu machen“, sagte Mario Schendzilorz. Er forderte dazu auf, die Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind und bekam dafür viel Applaus von den Politikern.

Applaus gab es auch für den Film. Und zwar einen kräftigen. Und für die Schauspieler, die nach Nordenham gekommen waren. Nach der Vorführung entwickelte sich ein munterer Austausch über die Träume des Publikums. So ging für alle Beteiligten ein gelungener Nachmittag zu Ende. Und viele Besucher haben vielleicht auch ein bisschen was von der „Geiht nich, giff’t nich“-Botschaft mitgenommen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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