+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 19 Minuten.

Unfall In Richtung Hamburg
Zwei Autos und ein Laster blockieren A1 bei Stuhr

Nordenham Er hatte kleine Nebenrollen im Schultheater übernommen und später als Erwachsener gelegentliche Auftritte im Weihnachtsmannkostüm. Aber das war’s dann auch schon mit Bernhard Skupins schauspielerischer Karriere. Dass ausgerechnet er jetzt als Fernsehdoktor groß heraus kommt, kann der 69-Jährige selbst noch nicht so richtig fassen. Der frühere Nordenhamer Arzt spielt in einer neuen Serie des TV-Senders Sat 1 quasi sich selbst. In der Reihe „Die Gemeinschaftspraxis“ ist er als Chef eines sechsköpfigen Mediziner-Teams im Einsatz. Wie im wahren Leben heißt er dort Dr. Bernhard Skupin. Auch sonst ist die in dieser Filmproduktion inszenierte Serienwelt ziemlich nah an der Wirklichkeit – zumindest in medizinischer Hinsicht. Das war für Bernhard Skupin auch eine entscheidende Voraussetzung, um überhaupt mitzumachen. „Am Anfang bin ich schon skeptisch gewesen“, sagt er.

Erster Sendetermin

der neuen Serie „Die Gemeinschaftspraxis“ ist am Montag, 28. Oktober, ab 17 Uhr auf Sat 1. Die Folgen haben eine Länge von 30 Minuten. Die Serie gehört zu dem Format „Klinik am Südring“. Bislang wurden zehn Folgen produziert. Ob es weitere gibt, hängt vom Erfolg der Sendung ab.

In der Serie geht es darum, dass Patienten mit besonderen Krankheitsfällen in die Praxis kommen und Hilfe bei den jeweiligen Spezialisten suchen. Bernhard Skupin übernimmt als Praxisgründer und erfahrener Allgemeinmediziner die Chefrolle. Weiter gehören ein Orthopäde, ein Kinderarzt, eine Gynäkologin, eine Kardiologin und eine Psychologin zur Mannschaft. Die Mediziner und auch die Arzthelferinnen sind „echt“ und haben allesamt ihre Berufe erlernt. Einige von ihnen treten unter einem Pseudonym auf, andere unter ihrem richtigen Namen. Bei den Patienten hingegen handelt es sich um Schauspieler.

Die in Köln ansässige Firma Filmpool hat die Serie im Auftrag von Sat 1 produziert. Die Idee war, medizinische Themen in einer Mischung aus Unterhaltung und Information zu präsentieren.

Anruf von Filmpool

Wie die Produktionsfirma bei der Suche nach einem Arzt für den Part des Praxisgründers auf Bernhard Skupin gekommen ist, kann der 69-Jährige nicht genau sagen. Ihm wurde erzählt, dass die Casting-Leute bei Recherchen im Internet auf ihn gestoßen seien. Zunächst meldeten sie sich in der Praxis am Markt in Nordenham, in der Bernhard Skupin von 1983 bis 2016 als niedergelassener Arzt tätig gewesen war. Über diese Verbindung kam er dann direkt mit den Filmpool-Mitarbeitern ins Gespräch.

Beim ersten Anruf war der 69-Jährige noch zögerlich und wusste nicht so recht, was er von der Sache halten sollte. Seine Familie war ebenfalls hin- und hergerissen. Aber als irgendwann klar war, dass die Angelegenheit seriös ist, ließ er sich auf das weitere Prozedere ein. „Ich war neugierig auf das, was da kommt“, sagt er.

Aber was ihn noch mehr motivierte, war die Aussicht, vor einem großen Publikum medizinische Themen erläutern und die Menschen über Krankheitsbilder und -ursachen aufklären zu können. Weil das für ihn so wichtig war, rang er dem Regisseur das Zugeständnis ab, die Patientengespräche vor der Kamera nicht nach Drehbuchvorgaben zu führen, sondern unter Echtbedingungen mit eigener Wortwahl und größtmöglicher Authentizität. Dass Bernhard Skupin dabei einen super Job machte, bekam er von allen Seiten bestätigt.

Casting in Köln

Nach dem ersten Telefontakt schickte Bernhard Skupin ein kurzes Video von ihm an die Produktionsfirma, die ihn daraufhin zum Casting nach Köln einlud. Bei den Interviews überzeugte er auf ganzer Linie, so dass sein Engagement schon ein paar Tage später besiegelt war. Es folgten zehn Aufnahmetage in angemieteten Praxisräumen in Bergisch-Gladbach. „Das war ein sehr spannendes Erlebnis“, blickt Bernhard Supin auf diese Zeit zurück und lobt die tolle Zusammenarbeit mit sämtlichen Beteiligten. „Die Leute waren alle sehr freundlich“, berichtet er, „vom Regisseur bis zum Kameramann.“

Über die Inhalte der Episoden darf er nichts verraten. So ganz genau weiß Bernhard Skupin auch gar nicht, was gesendet wird. Denn die fertig geschnittenen Folgen hat er noch nicht gesehen. „Darauf bin ich wirklich gespannt, sagt er.

Im Fernsehen kommt Bernhard Skupin ganz in Weiß in klassischer Ärzte-Kluft daher. Das ist so ziemlich der einzige Unterschied zu seiner früheren Tätigkeit in der Praxis am Markt. Dort bestand seine Berufskleidung meistens aus Jeans und T-Shirt.


Ein Video sehen Sie unter :   bit.ly/gempraxis 
Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.