Nordenham /Butjadingen /Stadland „Die Leute waren alle voll nett“, erzählt Tim Gontscharuk. „Ja, es hat echt Spaß gemacht“, bestätigt Ole Deberding, „Nur gesungen habe ich nicht ganz so gerne“, schmunzelt Jarno Schröder. Und Hauke Deberding ergänzt: „Es ging doch um die Kinder in Indien. Wir wollten ihnen helfen.“ In einem Zeitraum von dreieinhalb Stunden haben die vier Jungen in Begleitung von Christiane Schröder als Sternsinger ein knappes Dutzend Nordenhamer Haushalte besucht.

Sie brachten den Segen Gottes für das neue Jahr. Die drei Buchstaben „C+M+B“ als Abkürzung für „Christus mansionem benedicat“ und die Jahreszahl 2018, die sie mit Kreide an die Türen schrieben oder als Aufkleber daran befestigten, beurkundeten es.

Auch im Altenheim

Vorbeigeschaut haben die Sternsinger zwischendurch auch im Altenheim To Huus achtern Diek in Blexen und dort an fast jede Zimmertür geklopft. Jetzt sitzen die vier am Küchentisch der Familie Deberding und teilen die vielen Süßigkeiten auf, mit denen sie beschenkt wurden. Im nächsten Jahr wollen sie auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

Tim, Ole, Jarno und Hauke gehörten zu den 47 Kindern der katholischen St. Willehad-Gemeinde Nordenham, die anlässlich der Sternsingeraktion als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar die Geburt Christi verkündeten. Ihnen vorweg lief der Träger des Sterns von Bethlehem. Rund 140 Haushalte und 4 Seniorenheime in Nordenham, Butjadingen und Stadland hatten um einen Besuch gebeten. „Von Langwarden ganz im Norden bis hin nach Morgenland, Seefeld und Reitland im Süden“, berichteten die Organisatoren Sonja Neff, Nicole Patzelt und Diakon Christoph Richter.

Die Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren hatten sich in den Wochen zuvor an drei Nachmittagen getroffen, um die Lieder einzuüben, die Texte aufzuteilen und die Kronen zu basteln. Für die Garderobe unterhält die Gemeinde zwar einen kleinen Fundus, doch für so viele Aktive reichte er natürlich nicht. Viele liehen sich die Verkleidung deshalb von Freunden aus. Manche wurden aber auch anderswo fündig: „Ich habe meinen von Amazon, da kriegt man alles“, verriet Tim Gontscharuk und zeigte stolz seinen Umhang in nachgeahmter Königsseide und mit angedeutetem Hermelinkragen.

In elf Gruppen aufgeteilt

Am Dreikönigstag versammelten sich die Kinder zunächst beim Aussendungsgottesdienst. Dann schwärmten sie, in elf Gruppen aufgeteilt, mit ihren Spendendosen aus. In einigen Häusern waren sie sogar zum Mittagessen eingeladen und konnten dort also auch ein wenig verschnaufen.

Das Sammelergebnis der Sternsingeraktion in der nördlichen Wesermarsch, die unter dem Motto „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ stand, kann sich sehen lassen: Die Auszählung ergab die stolze Summe von 3596,45 Euro.

Das Sammelergebnis schließt auch jene Spenden mit ein, die tags zuvor schon eingesammelt worden waren, als Sternsinger-Gruppen bei Bürgermeisterin Ina Korter und Bürgermeister Klaus Rübesamen an die Rathaustüren in Burhave und Rodenkirchen angeklopft hatten.

Den Nordenhamer Rathaus-Chef, Carsten Seyfarth, allerdings trafen die Könige Caspar, Melchior und Balthasar alias Theresa Eger, Linus Richter und Anton Gödde nicht an. Dafür aber freuten sich sein Stellvertreter Bert Freese und Baudezernentin Ellen Köncke über den ungewöhnlichen Besuch. In Begleitung von Diakon Christoph Richter zogen die drei Sternsinger anschließend weiter zur Kindertagesstätte St. Willehad, wo die Kindergartenkinder vor der teils gemalten, teils gebastelten Kulisse aus Sternen und Papierhäusern schon gespannt auf sie warteten.

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