Nordenham /Butjadingen „Schon seit zwei Jahren ist die Vorfreude groß und jetzt Freitag fahren wir los – das ist so krass“, strahlt Jasmin Neff. Die 14 Jahre alte Schülerin aus Burhave ist eine von 15 Messdienerinnen und Messdienern im Alter von 12 bis 18 Jahren aus der katholischen Kirchengemeinde Nordenham, die an diesem Freitag für eine Woche nach Rom fahren. „Am meisten freuen wir uns auf das Treffen mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz“, bestätigt Theresa Eger (16) aus Nordenham.

2016 gestartet

„Seit 2016 bereiten wir uns auf diese Reise vor, haben uns eingehend informiert, auch Spenden gesammelt und unsere Ausflugswünsche einplanen können,“ sagt Initiatorin Claudia Freese. Sie leitet die Messdienergruppe der katholischen Kirchengemeinde Nordenham, zu der nicht nur Nordenham, sondern auch Butjadingen und Rodenkirchen gehören.

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Claudia Freese dankt der katholischen Gemeinde, die einen Teil der Kosten trägt, dem Bistum Münster (genauer: dem Diaspora-Fonds des Bistums) für einen Zuschuss sowie den Spendern aus der Gemeinde. So sei es möglich geworden, den Kostenanteil für die Jugendlichen sehr gering zu halten.

Feste des Glaubens

Die Gruppe wird auf ihrer Reise zudem von Diakon Christoph Richter begleitet. „Alle Veranstaltungen, die wir in Rom besuchen werden, sind auch Feste des Glaubens“, sagt er und fügt hinzu: „Wir reisen aus der Diaspora an, also einer Region, in der Katholiken in der Minderheit sind. In Rom werden wir eindrucksvoll erleben, dass wir nicht alleine sind, sondern ein Teil einer ganz großen Weltkirche.“

Die 15 Messdiener aus der nördlichen Wesermarsch gehören zu 672 Jungen und Mädchen aus dem Oldenburger Land, die an der internationalen Messdienerwallfahrt 2018 nach Rom teilnehmen. Die Gruppe startet an diesem Freitag zusammen mit 300 Pilgern aus dem westfälischen Teil des Bistums Münster.

Pfarrer fährt

Nordenhams katholischer Pfarrer Karl Jasbinschek will es sich nicht nehmen lassen, die Gruppe aus seiner Gemeinde mit dem Kirchenbulli nach Varel zu fahren, wo sie mit weiteren Messdienern in einen Bus steigen werden.

Zu dem internationalen Treffen werden insgesamt rund 70 000 Messdiener aus der ganzen Welt in Rom erwartet. Höhepunkt soll ein Treffen mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz werden.

Begegnungen

Zum bunten Programm soll eine gute Mischung aus Beten und Feiern, Besichtigungen und Gottesdiensten, Baden und Begegnungen gehören. Die 15 Messdiener aus dem Norden der Wesermarsch werden such an einem Gottesdienst des Bistums Münster teilnehmen und einem Gottesdienst auf dem Zeltplatz vor den Toren Roms, wo alle Messdienergruppen Quartier nehmen.

Zum einwöchigen Aufenthalt in Rom gehören zwei Tage mit Wahlprogramm. Conner Freese (13) aus Nordenham und Linus Richter (12) und Linus Reinelt (12) aus Burhave möchten gerne die Calixtus-Katakombe besuchen, wo sich auch Reliquien des Apostels Paulus befinden sollen. Anna Lena Calis (14) aus Nordenham freut sich auch auf einen Abstecher zum Strand.

Seit sieben Jahren

Bereits seit sieben Jahren als Messdiener in der Nordenhamer Willehad-Gemeinde aktiv sind neben Theresa Eger auch Markus Stüdemann (16) und Jonas Kück (16) aus Nordenham. Sie sind ihren Ausbildungsbetrieben sehr dankbar, dass sie wegen der Romwallfahrt nicht schon am 1. August ihre Ausbildungen zum Metallbauer und Tischler beginnen müssen, sondern wenige Tage später anfangen dürfen.

Sie freuen sich auch, weil dies die erste Wallfahrt für Messdiener in der nördlichen Wesermarsch ist und sie gleich nach Rom führt. „Das wird aufregend und spannend“, sagen Markus Stüdemann und Jonas Kück. Malte Monatz (18) aus Burhave, der ebenfalls zu den ältesten in der Gruppe gehört, bestätigt: „Wir werden viel Neues erleben.“

Kleines Dorf vor Rom

In Rom werden die Messdienerinnen und Messdiener auf dem Zeltplatz vor den Toren der Stadt ein kleines Dorf mit Messdienern aus Oldenburg und Westerstede bilden. Sie hoffen, dass sich auch in dieser Gruppe von etwa 60 Messdienern ein reger Austausch entwickeln wird.

Malte Monatz bringt es so auf den Punkt: „Nicht nur wir selbst werden uns in Rom besser kennen lernen, sondern wir werden auch Messdiener aus Deutschland und aus der ganzen Welt kennen lernen. Das wird sehr schön.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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