Friedrich-August-Hütte In einem Alter von 72 Jahren sei es an der Zeit, Jüngeren Platz zu machen, „um frischen Ideen eine Chance zu geben“, sagte Rolf Puhl. Während der Jahreshauptversammlung der Niederdeutschen Bühne Nordenham übergab er sein Amt als Bühnenleiter der Plattdüütschen in die Hände von Torsten Lange. Der neue Vorsitzende hatte nach eigenem Bekunden als Deutschlehrer und Chef der Theater-Arbeitsgemeinschaft an der Oberschule I schon immer ein Faible fürs Bühnenspiel.

Nachdem Torsten Lange aus dem Vorstand des Ellwürder Bürgervereins ausgeschieden war und auch seine Verantwortung als Vorsitzender des Gemeindekirchenrats in Abbehausen abgegeben hatte, fühlt er sich nun dazu bereit, etwas Neues anzupacken. Das allerdings wird für ihn nicht ganz leicht werden, denn Rolf Puhl hat hohe Maßstäbe gesetzt.

Der bisherige Bühnenleiter, der neuneinhalb Jahre an der Spitze des Vereins stand, hatte alle Fäden in der Hand und war immer und überall zur Stelle. Unter anderem erstellte Rolf Puhl seit 1987 insgesamt 51 Videofilme von Aufführungen und legte 55 Fotoalben an. Darüber hinaus richtete er ein Bühnenarchiv ein, gründete verschiedene Arbeitsgruppen, organisierte die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 25-jährigen und zum 30-jährigen Vereinsbestehen, verfasste eine Festschrift und präsentierte die Plattdüütschen im Internet. Rolf Puhl war auch immer wieder treibende Kraft, wenn es darum ging, die Räumlichkeiten im Kasino Friedrich-August-Hütte zu modernisieren.

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Wenn er auch sein Amt als Bühnenleiter abgebe, betonte der scheidende Vorsitzende, dann bedeute dies natürlich nicht, dass er sich völlig zurückziehe. Er bleibe selbstverständlich bei den Plattdüütschen aktiv und werde auch weiterhin fürs Bühnenarchiv verantwortlich zeichnen.

Da Rolf Puhl über Jahre auch die Aufgaben des Pressewartes übernommen hatte, musste dieser Posten jetzt ebenfalls neu besetzt werden. Dazu erklärte sich Detlef Glückselig bereit.

Nach zwei Jahren im Amt schieden zudem Heiko Dietz als Schatzmeister und Erika Kirsch als Kassenprüferin aus. Zu ihren Nachfolgern ernannten die ungewöhnlich vielen Teilnehmer der Jahreshauptversammlung Natascha Heinrichs und Karl-Heinz Winter.

Seinen Bericht über das zurückliegende Jahr erstattete Rolf Puhl in gewohnter Weise zwar betont detailliert, doch ebenso zügig. Dabei lobte er ausdrücklich alle Schauspieler und Helfer vor und hinter dem Vorhang für ihr Engagement bei den Stücken „Twee Froonslüüd to veel“, „Ladykillers“ und „Bliev doch to’n Fröhstück“ sowie die Jugendgruppe Tusculum für ihre Aufführungen mit „Dat Leven“. Bei den 35 Vorstellungen konnte die Niederdeutsche Bühne insgesamt 2189 Gäste begrüßen.

Zum Abschluss ehrten der neue und der scheidende Vorsitzende, Torsten Lange und Rolf Puhl, gemeinsam Renate und Kurt Brüggemann für ihre zehnjährige Vereinstreue sowie Georg Modersitzki für seinen mittlerweile 250. und Elke Puhl für ihren 300. Einsatz bei einem Stück der Plattdüütschen.

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