Nordenham Die Fleißarbeit der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft in Sachen Kultur erntet viel Anerkennung. Belege dafür sind eine seit Jahren konstante Mitgliederzahl um die 320, stets gut besuchte Veranstaltungen, bundesweit anerkannte Dozenten mit besten Referenzen sowie international geschätzte Musiker und die Tatsache, trotz der extremen Randlage Nordenhams weiterhin die an Mitgliedern zweitstärkste der 59 deutschen Ortsvereinigungen unter dem Dach der Weimarer Muttergesellschaft zu sein. Überdies: Keine Veranstaltung im vergangenen Jahr sei ein Flop gewesen, bilanzierte der Vorsitzende Burkhard Leimbach am Sonntag bei der Jahreshauptversammlung im Friesenzimmer des Nordenham-Museums.

Um trotz dieses Zufriedenheitskurses auch bei stürmischem Wetter sicher in den Hafen steuern zu können, braucht man auch ein Quäntchen Glück. Die Goethe-Gesellschaft scheint es zu haben: Vor einem Jahr beschloss sie die Anmeldung einer „Goethe-Stiftung in Gründung“. Kapital war noch nicht vorhanden und auch der Geldzufluss blieb zunächst bescheiden.

Anonyme Spender

Die Hoffnung, zumindest in einigen Jahren nach unermüdlichem Klinkenputzen die für eine „richtige“ Stiftung notwendigen 50 000 Euro zusammen bekommen zu können, war damals noch gering. Heute, knapp 12 Monate später, ist das Ziel aber schon völlig überraschend erreicht: Zwei anonyme Spender stifteten beträchtliche Summen. Zwar seien die Zinserträge der ungünstigen Kapitalmarktlage wegen zurzeit noch nicht üppig, doch, so Kassenwart Christian Leopold, biete das Stiftungsvermögen schon heute eine sichere Planungsgrundlage.

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In der Zufriedenheit der Goethe-Mitglieder und in der Erfüllung des Traumes von einer Nordenhamer Goethe-Stiftung sehen die beiden Vorsitzenden Burkhard Leimbach und Stefan Tönjes nicht nur Bestätigung, sondern auch ein Geschenk, denn am heutigen Dienstag, 14. Februar, sind beide seit 20 Jahren im Amt. „Unser Vorgänger Rudolf Spohr führte die Gesellschaft 23 Jahre,“ rechnete Leimbach nach. „Das schaffen wir locker,“ entgegnete Tönjes.

Für den Erfolg machten die beiden langjährigen Vorstände drei Dinge aus: Noch nie gab es Streit im Vorstand. Die Mischung aus Wortvorträgen und Musikbeiträgen locke Mitglieder, „die wir sonst nicht hätten“. Und schließlich: Im Gegensatz zu den meisten rein philologisch ausgerichteten Goethe-Ortsvereinigungen sei das Programm in Nordenham populärwissenschaftlich orientiert. „Nicht jeder ist Chemiker, Arzt oder Literaturwissenschaftler. Wir wollen aber Vorträge, die jeder versteht, der sich interessiert. Wir suchen die Referenten nach diesem Kriterium aus, und wir sprechen das auch deutlich an,“ sagte Burkhard Leimbach – und erhielt aus der Runde der Mitglieder prompt Zustimmung: „Das Programm ist hervorragend.“, „Die Mixtur ist toll.“ Und: „Ich bin begeistert, dass ich so viel verstehe und behalte.“

Neuer Kassenwart

Nach den Jahresberichten aus beiden Sparten, dem Kassenbericht und der Aussprache standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Nach vier Jahren legte Christian Leopold sein Amt als Kassenwart nieder. Dies kam nicht überraschend, denn von Beginn an hatte er seine Amtszeit begrenzt. Seine Nachfolge tritt Cristian Müller an. Die drei Vorstandsmitglieder Burkhard Leimbach, Stefan Tönjes und Sandra Kaufhold-Scharrer wurden einstimmig wiedergewählt.

Für den musikalischen Rahmen sorgte diesmal Dr. Hartmut Becker mit Gitarre und Liedern von Reinhard Mey. Geschickt und mit viel Humor griff er dabei Themen aus der Tagesordnung auf.

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