Wittstedt /Nordenham Es gibt nicht viel, was Sandro Giampietro noch nicht gemacht hat. Seien musikalische Bandbreite ist riesig: Freestyle-Jazz, Tango, Punk, Klassik und viele weitere Genres gehören dazu. Die große Leidenschaft des Sängers und Gitarristen, der in Wittstedt in der Samtgemeinde Hagen lebt, ist aber Heavy Metal. Am Sonnabend, 26. Juli, ist er mit seiner neuen Band in der Nordenhamer Jahnhalle zu Gast. Es ist der erste Auftritt für die Formation, die in der Metal-Szene mit ihrem Debütalbum allerdings schon jetzt ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Das erste Album, das im April erschienen ist, loben Kritiker in den höchsten Tönen. Und in der Tat ist Sandro Giampietro und seinen Kollegen, zu denen auch der Nordenhamer Schlagzeuger Michael Ehré gehört, ein beachtliches Debüt gelungen.

Allein die Zusammensetzung der Band hat die Metal-Szene aufhorchen lassen. Sandro Giempietro ist da kein Unbekannter. Die meisten kennen ihnen allerdings aus einer Gruppe, die mit Metal rein gar nichts am Hut hat. Von 1995 bis 1997 und seit 2006 ist er Gitarrist in der Band von Helge Schneider. Michael Ehré gehört in der Metal-Szene längst zu den gefragtesten Drummern. Er hat die Gruppe Love Might Kill gegründet und ist seit 2012 mit der Band Gamma Ray unterwegs. Zu Starchild gehören außerdem Dennis Hormes (Gitarre), Jens Becker (Bass) und Lina Dobryninia (elektrische Violine), allesamt Musiker mit ausgezeichneten Referenzen.

Viele Melodien

Melodic Metal – so nennt sich die Musikrichtung der Gruppe Starchild. Dass Sandro Giamietro, der die Songs geschrieben hat, großen Wert auf Melodien legt, ist dem Album anzuhören. Freude harter Gitarrenriffs und brachialer Double-Bass-Gewitter kommen aber nicht zu kurz.

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Sandro Giampietro ist in einer Musiker-Familie groß geworden. „Ich wusste schon mit fünf Jahren, dass ich selbst einmal Musiker werden will“, sagt er. Also lernte er Gitarre und begann zu singen. Das Meiste hat er sich selbst beigebracht. Mit zwölf Jahren hatte er die erste Band. Natürlich Punkrock. Später sattelte er auf Bluesrock und Hardrock um. „Ich war sehr fleißig. Und ich habe mir schon als Jugendlicher mit der Musik mein Taschengeld aufgebessert.“ Musiktheorie und Komposition brachte er sich selbst bei. Er studierte an der Hochschule für Musik und bildende Kunst in Hamburg, spielte in verschiedenen Bands.

1995 begegnete er Helge Schneider in einem Musikgeschäft in Oldenburg. Der begnadete Jazzmusiker mit dem Hang zur Blödelei war auf der Suche nach einer Gitarre. Sandro Giampietro hatte das passende Instrument. Und als er darauf vorspielte, fragte Helge Schneider, ob er den Gitarristen gleich mitkaufen könne. Er konnte. Und seitdem arbeitet Sandro Giampietro mit Helge Schneider zusammen. „Eine besondere Herausforderung ist das vor allem deshalb, weil Helge ständig improvisiert. Und da muss man höllisch aufpassen.“ Auf dem Debütalbum spielt Helge Schneider auf einem Stück die Orgel. Die Erträge aus diesem Titel sollen zu 100 Prozent an die Krebshilfe gehen.

Traum erfüllt

In Wittstedt, wo Sandro Giampietro seit zehn Jahren lebt, hat er sich einen Traum erfüllt: ein eigenes Studio und ein eigenes Plattenlabel. Hier sind die Aufnahmen für das Album entstanden. Hier treffen sich die Musiker am kommenden Wochenende, um das erste Mal gemeinsam zu proben. Nach dem Jahnhallen-Auftritt steht Wacken auf dem Programm. Am Donnerstag, 31. Juli, spielt Starchild auf dem Kult-Metal-Festival in Schleswig-Holstein. Für den Herbst ist eine Tournee als Support für die Band Edguy geplant. Alles ist angerichtet, um richtig durchzustarten.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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