Der ehemalige Europe-Gitarrist Kee Marcello tritt mit seiner neu formierten Band in der Jahnhalle auf. Mit dabei ist der Nordenhamer Drummer Michael Ehre.

Von Ulrich Schlüter

NWZ: Kee, du stehst seit mehr als 25 Jahren auf der Bühne. Was gibt dir die Musik?

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Kee Marcello: Sie gibt mir viel. Die zurückliegenden Jahre waren für mich äußerst inspirierend. Ich fühle mich total entspannt und sehr kreativ, was meiner Musik zugute kommt.

nwz: Gab es niemals einen Moment in deiner Karriere, als du dachtest, es reicht mir jetzt?

Kee Marcello: Nein. Ich habe in meinem Leben mehr und mehr Freude am Gitarrenspiel gefunden. Es war niemals langweilig für mich.

NWZ: Wann warst du dir über deine Zukunft als Rockmusiker bewusst?

Kee Marcello: Als mir meine Eltern 1974 meine erste elektrische Gitarre schenkten. Von da an habe ich für die Musik gelebt. Ich kaufte mir mit der Zeit noch einen Bausatz und schraubte mir meinen eigenen Verstärker zusammen. In der Schule hatten mein Freund und ich dann unseren ersten Auftritt. Wir sollten zwei Lieder spielen. Doch dazu kam es nicht. Bei den ersten Takten quoll plötzlich Rauch aus der Anlage. Das war das Ende des Equalizers. Wir hatten wenigstens für Gesprächsstoff gesorgt.

NWZ: Das war der Startschuss zu einer Weltkarriere.

Kee Marcello: Nicht ganz. Es war ein langer Weg dorthin. Inspiriert von Bands wie Deep Purple und Led Zeppelin spielte ich in verschiedenen Gruppen und gründete 1983 Easy Action. Drei Jahre später kam ich für John Norum zu Europe. Ich wirkte auf zwei Alben mit. Die Final-Countdown-Tour ist unvergessen. Es war eine fantastische Zeit, für die ich dankbar bin. Wir tourten über den ganzen Globus. 1992 trennten wir uns.

NWZ: Wie ging es weiter?

Kee Marcello: Zusammen mit dem ehemaligen Easy-Action-Drummer Freddie von Gerber gründete ich 1993 die Band Red Fun. Zwei Jahre später veröffentlichte ich mein erstes Solo-Album „Shine On“. Es war vom West-Coast-Sound beeinflusst.

NWZ: Als du dann von der Idee hörtest, Europe wieder aufleben zu lassen, warst du begeistert?

Kee Marcello: Ich entschied mich, nicht daran teilzunehmen und an dem Studioalbum mitzuwirken. Zum einen wäre der Part mit John Norum und mir doppelt besetzt gewesen. Zum anderen habe ich meinen Stil hin zu einem akustischeren Sound weiterentwickelt. Mein melodischer Rock klingt wesentlich differenzierter als der Europe-Sound.

nwz: Du hattest zwischenzeitlich eine neue Band gegründet.

Kee Marcello: Die K2-Band, das stimmt. Und jetzt gibt es die Kee Marcello Band mit Michael Ehre am Schlagzeug. Wir werden in der Nordenhamer Jahnhalle das neue Album „The harder they come“ vorstellen. Bei unserer derzeitigen Tour haben wir bereits neun Gigs in acht Ländern gespielt. Ich freue mich schon auf das Konzert in Michaels Heimatstadt.

mit Alannah Myles auf der Bühne

Kee Marcello (Bild) wurde 1960 in Ludvika/Schweden unter dem Namen Kjell Hilding Lövbom geboren. Der Rockmusiker war unter anderem Gitarrist bei der Band Europe, in der er von 1986 bis 1992 spielte. 2003 gründete er die Band Kee Marcellos K2 und veröffentlichte die CD „Melon Demon Divine“.

Mit der kanadischen Sängerin Alannah Myles nahm Kee Marcello mit seiner Band K2 im Jahr 2005 am schwedischen Finale des Eurovision Song Contest teil. Die Formation stellte das Lied „We got it all“ vor. Der Song erhielt jedoch zu wenig Stimmen und schaffte es nicht ins europäische Finale.

Michael Ehre und die Marcello-Band gastieren am Sonntag, 31. Mai, in der Jahnhalle. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es in der Jahnhalle sowie bei Nordenham Marketing & Touristik am Marktplatz, 93640.

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