+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 30 Minuten.

Sommermärchen-Affäre um Fußball-WM 2006
Fifa verfolgt Verfahren gegen Beckenbauer und Co. nicht weiter

Moorsee 2018 ist für das Museum Moorseer Mühle ein besonderes Jahr. Denn es gibt gleich mehrere runde Geburtstage zu feiern: Das Museum besteht 40 Jahre, die Anerkennung als Mühlen-Fachmuseum liegt 25 Jahre zurück, die Leitung liegt seit 20 Jahren in der Verantwortung des Rüstringer Heimatbundes, das Mühlenfest findet zum 30. Mal statt. Das sind nach Meinung des Museumsleiters Christoph Reim viele schöne Anlässe für eine Sonderausstellung. Für diese Präsentation hat er ein außergewöhnliches Konzept ausgearbeitet. Um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Mühle möglichst lebendig darzustellen, möchte er die Bürger einbeziehen. Sie sind aufgerufen, private Exponate einzureichen und etwas über ihre ganz persönliche Verbindung zu dem Mühlenmuseum zu erzählen. Die für den Sommer und den Herbst geplante Sonderausstellung trägt daher den Titel „Deine Geschichte – 40 Jahre Museum Moorseer Mühle".

Im Mittelpunkt des Museums steht de Galerieholländer. BILD: Museum

Besucher in Moorsee werden mit „Glück zu!“ begrüsst

Den Mühlenstandort in Moorsee gibt es seit über 300 Jahren. Vor dem Müllerhaus stand anfangs eine kleine Bockwindmühle auf Findlingen, die heute auf dem Museumsgelände zu sehen sind.

Verschiedene Pächter waren hier seitdem als Müller tätig – wie zum Beispiel Heinrich Reinken, welcher seit 1945 das Unternehmen führte. Er stellte den Betrieb als letzte kommerzielle Windmühle der Wesermarsch erst 1977 ein. Ein Jahr danach wurde ein landwirtschaftliches Museum eingerichtet.

Die Sanierung der 1903/1904 entstandenen Galerieholländer-Mühle in den Jahren 2005 und 2006 umfasste viele Teile, wie Flügel oder umlaufende Galerie. Seitdem ist die Mühle wieder betriebsbereit.

Die Mühle hat sich unter der Betreuung des Rüstringer Heimatbunds zu einem einzigartigen Fachmuseum für regionale Mühlengeschichte und Mühlentechnik entwickelt. Besucher werden in Moorsee mit „Glück zu!“, dem traditionellen Gruß der Müller willkommen geheißen.

Museumsleiter Christoph Greim und Heimatbund-Vorsitzender Hans-Rudolf Mengers wissen, dass der historische Galerieholländer in Moorsee vor allem Touristen anlockt und Einheimische dort eher selten zu Gast sind. Die Sonderausstellung bietet ihrer Ansicht nach eine willkommene Gelegenheit, die Bewohner aus Nordenham und Umgebung anzusprechen. „Die Menschen aus der Region sollen sich an der Ausstellung beteiligen und so das Museum zu einem lebendigen Erinnerungsort machen", sagt Christoph Greim.

Er hofft, dass möglichst viele Bürger die Schau zum 40. Geburtstag des Mühlenmuseums mit Exponaten bereichern. Die leihweise zur Verfügung gestellten Ausstellungsstücke können alltägliche Gegenstände und Andenken sein, aber ebenso Kuriositäten.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Das Alter und der Wert der Exponate spielen keine Rolle", sagt der Museumsleiter, „aber wichtig ist, dass eine Geschichte über die Mühle dazugehört." Dafür kommen unter anderem außergewöhnliche Erlebnisse, eine Hochzeitserinnerung oder eine familiäre Begegnung in Betracht. „Selbst unscheinbare Objekte wie ein Regenschirm oder ein Spazierstock können über ein Abenteuer an der Moorseer Mühle erzählen", betont Christoph Greim. Bei der Sonderschau vom 26. Juli bis zum 31. Oktober werden die Exponate mit erläuternden Texten gezeigt, die der Museumsleiter in Abstimmung mit den Leihgebern erstellt. Zudem sind begleitende Veranstaltungen mit Erzähltreffs, Video-Interviews mit Akteuren aus den Anfängen des Museums und eine Präsentation mit Alltagsgeräten vorgesehen, die die technische Entwicklung in den 40 Jahren widerspiegeln.  Wer ein Exponat aus seinem privaten Fundus zur Verfügung stellen möchte, kann sich im Zeitraum von Montag, 15. Januar, bis Freitag, 16. Februar, an Museumsleiter Christoph Greim wenden. Zu erreichen ist er unter Telefon   04731/88983 und per E-Mail unter der Adresse info@museum-moorseer-muehle.de.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.