Moorsee Der Radspaziergang zum Erlebnistag „Rund ums Schaf“ am Moorseer Mühlenmuseum wurde selbst am regenschwangeren Sonntag zum Erlebnisnachmittag. Ob Kerzendrehen mit den Hobbyimkern Nadine Deberding und Carsten Läßig, Wollschafe als Schlüsselanhänger basteln mit Sylke Heininger oder einfach nur neugieriges Zuschauen beim Wolle kämmen und beim Spinnen der Butjenter Spinndönz – es gab viel zu entdecken. Dazu wurde Lammbratwurst vom Holzkohlengrill angeboten oder würziger Käse und Schafsmilchseife von Heikes Moorhof in Bentstreek.

Herde von 23 Tieren

Der Hingucker aber waren ohne Zweifel die beiden Vorführungen des Scherens des „Deutschen weißköpfigen Fleischschafes“. Es ist eine aussterbende Rasse. Weltweit gibt es nur noch 2000 Mutterschafe dieser Rasse, die lange Zeit die Region dominiert hatte. Doch ab 1860 wurde sie von englischen Schafrassen verdrängt. Das Team des Museums Moorseer Mühle hat sich einer Herde von 23 Tieren dieser weißköpfigen Fleischschafe angenommen. Karin Müller-Rostin und ihre Töchter Magdalena und Annika kümmern sich um sie. Im Sommer grasen die Tiere an der Mühle und auf einer Weide am Infelder Weg, im Winter nimmt sie Karin Müller-Rostin auf ihrem Resthof im Abbehauser Groden auf.

Hier züchtet sie selbst eigene Schafe und züchtet auch Hunde der Landser-Rasse. Hier können die seltenen Fleischschafe aber auch in Ablammbuchten artgerecht ihre Jungen bekommen.

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„Meine Mutter geht da voll drin auf. Das ist ihr Ding“, sagte Tochter Magdalena. Jetzt beim Mühlen-Event wurde die Familie Müller-Rostin, wie in den Jahren zuvor auch schon, von Hobby-Schafscherer Olaf Teschner unterstützt.

Überall aufmerksam dabei, voll motiviert und immer interessiert nachfragend war am Erlebnistag „Rund ums Schaf“ auch der neue Leiter des Museums, der 34-jährige Museumspädagoge Jan-Christoph Greim.

Er stammt aus Reine im Westfälischen, studierte Technikgeschichte und klassische Archäologie und hat Anfang Juni seine Arbeit als Museumsleiter Moorseer Mühle aufgenommen. Noch, allerdings, wohne er nicht in Nordenham oder Butjadingen, sondern in Bremen – und seine Lebensgefährtin in Kassel, erzählt er. Die Veranstaltung „Rund ums Schaf“ sei sein erstes großes Projekt hier in Moorsee, und er habe dafür ganz viele und ganz tolle Tipps von den Mitarbeitern bekommen. „Sie waren alle so hilfsbereit. Das lief alles wie von selbst“, so Jan-Christoph Greim. Und auch die Planungs- und Vorbereitungsphase sei für ihn sehr schön gewesen.

Großes Engagement

Man lerne überall „nette Leute kennen, die bereit sind, mit viel Liebe und Engagement und mit Herzblut“ anzupacken. Ohne sie, sagt der neue Museumsleiter, sei das Projekt Moorseer Mühle nicht denkbar. Er freue sich schon auf die nächsten Veranstaltungen – den „Dampftag“ am 6. August beispielsweise, wenn die sogenannte Dampflokomobile angeworfen wird, und vor allem aufs Mühlenfest am Wochenende um den 12. und 13. August.

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