Moorsee Die geladenen Gäste und Redner sind sich einig gewesen: Alle Mitwirkenden können auf das Mühlenensemble in Moorsee und auch auf sich stolz sein. Die Museumsanlage mit dem noch voll funktionsfähigen Galerieholländer lobten sie als einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens in der nördlichen Wesermarsch und als touristischen Anziehungspunkt. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte zum Beispiel Hans-Rudolf Mengers in seiner Ansprache zum 40-jährigen Bestehen des Museums. Seine Rede schloss der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes mit dem traditionellen Müllergruß „Glück zu!“ ab.

Die denkmalgeschützte Windmühle stammt aus den Jahren 1903/1904. Sie bildet den Mittelpunkt der Museumsanlage in Moorsee und wurde in den Jahren 2005 und 2006 aufwendig saniert. Der Moorseer Galerieholländer ist heute einer der wenigen im Norden, die noch vollständig betriebsbereit sind.

1977 war der Dienst in der letzten kommerziellen Windmühle der Wesermarsch endgültig eingestellt worden. Bereits ein Jahr später, genau am 24. Juli 1978, erfolgte dann die Eröffnung des Museums, das seit nunmehr einem Vierteljahrhundert ein Fachmuseum für regionale Mühlengeschichte und -technik ist.

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Landkreis ist Eigentümer

Eigentümer der Moorseer Mühle ist der Landkreis, betrieben wird sie jedoch seit genau zwei Jahrzehnten vom Rüstringer Heimatbund. „Eine weise Entscheidung“, wie Wesermarsch-Landrat Thomas Brückmann bei der bei der Jubiläumsfeier am Mittwochabend betonte. Die Mitarbeiter und die vielen Ehrenamtler hätten es im Laufe der vielen Jahre geschafft, das Mühlenensemble zu dem zu machen, was es heute ist. Zudem würden sie für ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm sorgen, das sowohl für Einheimische als auch für Feriengäste attraktiv sei.

Passend zum Feiermodus in diesem Jubiläumsjahr wurde auch die erste Sonderausstellung mit dem Titel „Deine Geschichte – 40 Jahre Museum Moorseer Mühle“ am Mittwoch eröffnet. Sie läuft bis Ende Oktober und kann dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Die multimediale Dokumentation, die Einblicke in die Museumsgeschichte vermittelt und auch skurrile Ausstellungsgegenstände aus der Bevölkerung zeigt, wurde vom Deutschen Museumsbund, von der Oldenburgischen Landschaft und von der EWE-Stiftung gefördert.

Dem Initiator und Museumsleiter Jan Christoph Greim war sehr daran gelegen, zum runden Geburtstag des Mühlenmuseums eine lebensnahe und abwechslungsreiche Ausstellung zu präsentieren. Und das ist dem Historiker, der erst seit einem Jahr in Moorsee tätig ist, auch gelungen. Die ersten Besucher der Ausstellung – mehr als 100 Ehrengäste und Mühlenfreunde – waren jedenfalls sehr angetan. Viele lobende Worte waren zu hören. „Klasse gemacht“, „wirklich kreativ umgesetzt“, „super“.

Neben dem Landrat gehörten unter anderem Karin Logemann als Vorstandsmitglied der Oldenburgischen Landschaft, die Butjadinger Bürgermeisterin Ina Korter und der Nordenhamer Vize- Bürgermeister Ulf Riegel zu den Gästen.

Bunte Wimpelkette

Ebenso positiv fielen die Rückmeldungen über die Geburtstagsfeier selbst aus, die aufgrund des hochsommerlichen Wetters und angenehmen Windes kurzfristig vom Müllerhaus auf das Außengelände verlegt worden war. An den Flügeln des in Betrieb genommenen Galerieholländers flatterte sogar eine bunte Wimpelkette. Das frisch gebraute Moorseer Mühlenweizenbier und die Bratwurst vom Grill schmeckten unter freiem Himmel umso besser.

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte der Gitarrist und Sänger Jochen Kaboth mit seiner irischen Musik. Zu der Sonderausstellung ist ein 80 Seiten umfassender Katalog erschienen, der viele interessante Hintergrundinformationen enthält.

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