Moorsee „Ich bin sehr zufrieden. Es macht sehr viel Spaß“, zieht Jan Christoph Greim Bilanz nach einem Jahr als wissenschaftlicher Leiter des Museums Moorseer Mühle. Die Mitarbeiter seien sehr engagiert und bringen eigene Ideen ein, freut er sich.

Gute Zusammenarbeit

Auch die Zusammenarbeit mit dem Museum Nordenham und dem Rüstringer Heimatbund sei sehr gut, erzählt Jan Christoph Greim. „Sie unterstützen mich und stehen mir mit Rat und Tat zur Seite“, betont der 35-Jährige.

Bevor er die Stelle in Moorsee antrat, hatte er im Focke Museum in Bremen gearbeitet. „Da wird einem viel abgenommen, es gibt jemanden, der die Pressearbeit macht, jemanden für die Museumspädagogik und so weiter“, berichtet er. Im Museum Moorseer Mühle sind alle diese Aufgaben in einer Stelle vereint.

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„Ich bin Museumsleiter, Museumspädagoge, Kurator und PR-Mann. Ich muss ,allround’ unterwegs sein“, sagt Jan Christoph Greim schmunzelnd. Aber dadurch habe er auch schon viel gelernt, fügt er hinzu. Der Rüstringer Heimatbund und der Leiter des Museums Nordenham, Dr. Timothy Saunders, unterstützen ihn und helfen bei Fragen weiter.

„Ich konnte sehr viel umsetzen, gerade mit der geplanten Sonderausstellung“, sagt er. Es gab aber auch schlaflose Nächte, gibt Jan Christoph Greim zu. Allerdings im positiven Sinne, so der 35-Jährige schnell. „Ich habe viel darüber nachgedacht, was man alles machen kann und wie man an Fördergelder kommt, um diese Ideen dann auch umzusetzen“, erzählt er. Er möchte das Haus neu ausrichten und neue Besucher gewinnen.

Ziele habe er viele gehabt, als er seine Tätigkeit in Moorsee begann. „Aber wenn man länger vor Ort ist, merkt man, dass die Ideen, die man hatte, vielleicht gar nicht notwendig sind – oder schlicht nicht umzusetzen. Mir ist es besonders wichtig, neue Besucher anzusprechen“, betont er .

Die Moorseer Mühle lockt vor allem Touristen an. an Christoph Greim will aber auch die Einheimischen für das Haus begeistern – unter anderem mit der neuen Sonderausstellung „Deine Geschichte – 40 Jahre Moorseer Mühle“, in der kleine Schätze, allesamt Fundstücke aus privaten Haushalten, gezeigt werden. Mit der neuen Sonderausstellung soll ein größerer Gegenwartsbezug geschaffen werden. „Ich finde es spannend und wichtig, dass die Menschen sich wiederfinden im Museum.“

Mit dem Mühlenzauber in Zusammenarbeit mit Nordenham Marketing & Touristik gab es im vergangenen Jahr eine neue Großveranstaltung. Zudem hielt der Verein Literaturplus zwei Lesungen in der Moorseer Mühle ab. „In diese Richtung wollen wir weiter denken“, sagt er.

Als „größte Baustelle“ sieht er jedoch die Dauerausstellung an. Die Infotafeln seien teilweise 25 bis 40 Jahre alt. „Das muss zeitgemäßer werden“, meint Jan Christoph Greim. Doch das sei ein Projekt von drei bis vier Jahren, schätzt der Museumsleiter. Inhaltliche Konzepte für weitere Veranstaltungen habe er bereits, „aber das muss noch finanziert werden“. Auch ein Depot, in dem die Ausstellungstücke in der Zeit einer Neugestaltung gelagert werden können, fehle noch.

Viele Termine

Besucher können sich schon jetzt auf eine ganze Reihe von Veranstaltungen freuen. Am Sonntag, 22. Juli, findet von 10 bis 17 Uhr wieder die Veranstaltung „Rund ums Schaf“ statt. Ab Donnerstag, 26. Juli, soll die neue Sonderausstellung „Deine Geschichte – 40 Jahre Moorseer Mühle“ geöffnet werden. Sie wird bis zum 31. August gezeigt. „Oper trifft Moorsee“ heißt es dann am 28. Juli in Zusammenarbeit mit Nordenham Marketing & Touristik. Am 8. August findet das erste Klöncafé im Mühlenmuseum statt. „Hinter den Kulissen“ soll die Impulsführung heißen, der weitere Termine folgen, in denen verschiedene Experten zu Wort kommen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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