Moorsee Wie aus Korn ein Brot entsteht, können die Besucher der Moorseer Mühle am Sonntag, 13. Mai, erfahren. Bei der Backaktion „Vom Korn zum Brot“ ist Mitmachen und nicht nur Zuschauen angesagt. Denn auch dieses Jahr beteiligt sich das Museum Moorseer Mühle am internationalen Museumstag. Museumsleiter Jan Christoph Greim hat dafür ein kleines Programm zusammengestellt. Geöffnet ist das Museum am Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ab 11 Uhr Programm

Um 11 Uhr startet die Backaktion. Dabei lernen die Teilnehmer zunächst Wissenswertes über den Kornanbau früher und heute. Anschließend sollen sie sich selbst im Bäckerhandwerk versuchen. Gebacken werden sollen neben Brot auch die berühmten Mühlenmäuse. Für die Teilnahme an der Backaktion fallen vier Euro pro Person für Materialkosten an. Ab 12 Uhr nehmen die freiwilligen Müller die Mühle in Betrieb – vorausgesetzt, es herrschen entsprechende Windverhältnisse. Auch die Maschinen im Inneren der Mühle sollen zum Laufen gebracht werden. Um 14 Uhr startet eine Führung, bei der die Besucher etwas über die Geschichte der Moorseer Mühle erfahren können.

Museumstag

Der Internationale Museumstag wird an diesem Sonntag, 13. Mai, zum 41. Mal begangen. Vier Museen des Museumsverbunds Wesermarsch bieten an diesem Tag für alle Besucher freien Eintritt.

Das Museum Nordenham öffnet am Sonntag seine Türen für Besucher. Von 10.30 bis 17 Uhr können die Gäste die Ausstellung besuchen.

Das Motto des 41. Internationalen Museumstages lautet „Netzwerk Museum – Neue Wege, neue Besucher“, berichtet Museumsleiter Jan Christoph Greim. Dieses Motto passt auch zu der geplanten Sonderausstellung, die am 26. Juli eröffnet werden soll. Zum 40-jährigen Bestehen des Mühlenmuseums soll es darin um die Menschen aus der Region und ihre Verbindung zur Moorseer Mühle gehen. „Deine Geschichte – 40 Jahre Moorseer Mühle“ wird die Ausstellung heißen.

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Präsentiert werden mehr als 100 Exponate, die leihweise von rund 40 Privatleuten für die Ausstellung zur Verfügung gestellt wurden. Der Museumsleiter ist gerade dabei, die Stücke zu kuratieren.

Schon jetzt habe er viele Lieblingsstücke entdeckt, berichtet er. Dazu zählt zum Beispiel ein Gästebuch. Während Jan Christoph Greim die Ausstellung zusammenstellte, entdeckte er, dass in der Moorseer Mühle schon 1929 ein kleines Heimatmuseum untergebracht war. Denn unter den Leihgaben für die geplante Ausstellung ist auch die Originalsammlung dieses ehemaligen Heimatmuseums, zu dem auch besagtes Gästebuch gehört.

„Aus musealer Sicht ist das natürlich ein Traum“, gerät Jan Christoph Greim ins Schwärmen und holt ein weiteres neues Lieblingsstück hervor: eine funktionsfähige Miniatur-Dampfmaschine, die eine kleine Mühle antreibt.

Dachbodenfund

Das war ein Kinderspielzeug von Jan-Gerd Reinken, dem Sohn von Heinrich Reinken, der bis 1977 als letzter Müller in der Moorseer Mühle tätig war. „Ein Dachbodenfund“, freut sich Jan Christoph Greim. Genau das sei das Besondere der geplanten Ausstellung: „Das sind alles Dinge, die eine Geschichte erzählen, einen Hintergrund haben“, sagt er.

In die Geschichte der Mühle eintauchen können die Besucher an diesem Sonntag. Sie steht aber auch am Pfingstmontag im Mittelpunkt. Dann findet der Deutsche Mühlentag statt. „Das Land Niedersachsen hat das Müllerhandwerk zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Hier können die Gäste das live erleben“, freut sich Jan Christoph Greim.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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