Moorriem Wenn beim „Bunten Nachmittag“ des Moorriemer Schützenfestes gleich zu Beginn der Nonstop-Sketchparade drei Schützen-Jungs die Hosen runter lassen, dann dürfen die Besucher im rappelvollen Festzeit sich auf einiges gefasst machen. Furios wie gewohnt und erwartet starteten die Grünröcke ihr traditionelles dreitägiges Schützenfest auf dem Eckflether Dorfplatz. Mit dem Lachtränen treibenden Einstieg stellte das Schützenvolk eindeutig klar: wir können nicht nur schießen, wir können auch Spaß und Jux – ohne Rücksicht auf irgendwelche imaginären Gürtellinien.

Während den klavierspielenden Virtuosen die Boxershorts um die Füße schlackerten, lieferte das Trio – gut versteckt hinterm hölzernen Klavier – den Beweis: Es braucht nicht immer zehn Finger, um „Atemlos durch die Nacht“ zu klimpern. „Alles Angeber“, moserte Conférencier Helmut Ramke, „wie wollen die das im fortgeschrittenen Alter machen?“

Ob jung oder alt, das morgendliche Duschvergnügen ist generationenübergreifend und trotzdem gibt es Unterschiede. Wie Männlein und Weiblich duschen – das war der nächste Angriff auf die strapazierten Zwerchfelle der vielen Besucher. Nackig oder nicht nackig? Diese Frage lösten die Schützenmädels mit üppig bestückten Ganzkörperkostümen – wer Frau, wer Mann war – es war nicht zu übersehen. Während die Mädels langwierige Duschzeremonien mit tausend Mittelchen zelebrierten, duschten die schlicht gestrickten Männer kurz, heftig und selbstverliebt wurden auch die edelsten Teile sorgfältig eingeschäumt. So konnten danach die Helden in (rosa!) Strumpfhosen nicht nur sauber, sondern rein ein Rudeltänzchen wagen.

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Auch Schneewittchen – frisch verföhnt – hatte die Haare schön, konnte aber seinem Schicksal nicht entgehen. „Beiß nicht gleich in jeden Apfel“ , hatten die Zwerge gewarnt – vergebens. Auch nachdem der Jäger erkannte, dass im Leben so mancher Schuss daneben geht und nicht jeder „Märchenprinz“ gleich ans Ziel gelangt, war die Deern fast tot und die Zwerge trauerten: „Time, to say goodbye“. Helmut Ramke und die Gäste waren sich einig: Wie diese jüngsten Schützen das Märchen mit den passenden Songs auf die Bühne brachten, das war „einsame Spitze“!

Weiter rollte die Sketchlawine mit neun, aus der Seniorenresidenz ausgebüxten Moorriemer Seniorinnen. Die Chicas aus dem Altersheim schwenkten ihre ausladenden Hinterteile zu Klängen aus „Dirty Dancing“, und die berühmte Hebefigur meisterte das „Oldie-Baby“ ohne in der Notaufnahme zu landen.

Gut, dass die urkomische Sketchlawine von einigen Pausen unterbrochen wurde, die Moorriemer Quetschkommoden sorgten zwischendurch gut aufgelegt für Entspannung der Lachmuskeln.


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