Brake Das ist schon ein wenig verwunderlich, dass die Lichter im Schiffahrtsmuseum am Montag leuchten, an den vielen Ausstellungsvitrinen Kinder stehen und sich vom Museumspersonal Geschichten über das Leben auf hoher See erklären lassen. Montag ist für das Schiffahrtsmuseum normalerweise Ruhetag – aber Ausnahmen gibt es immer wieder, und natürlich sind die Museumstage für alle Grundschüler ein Grund, den Betrieb zu öffnen. „Ich war schon in mehreren Museen und mir macht es jedes Mal sehr viel Spaß“, erzählt Fenja Becker aus Rodenkirchen. Die Achtjährige sagt: „Am schönsten ist die Möglichkeit, viele neue Sachen ausprobieren zu dürfen.“

16 Klassen zu Besuch

Von Donnerstag bis einschließlich diesen Dienstag werden 16 Grundschulklassen – jeweils vier am Tag – das Museum besucht haben. Sie kommen aus Nordenham, Rodenkirchen, Seefeld oder Schweiburg. An diesem Montag führen Ursel Koop, die Museumspädagogin Sabine Röben-Nonnast und Anke Markgraf unter anderem eine dritte Klasse der Verlässlichen Grundschule Rodenkirchen durch das Haus Borgstede & Becker.

Die achtjährige Bente Blohm aus Rodenkirchen ist zum ersten Mal in einem Museum. „Mir gefallen die vielen alten Dinge. Am besten finde ich das Teleskop“, sagt die Grundschülerin. Dieser Meinung ist auch Rieke Melius. Allerdings ist sie von Museen im Allgemeinen nicht so begeistert. „Alte Sachen anzugucken langweilt mich“, sagt die Neunjährige.

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Die Modelle der großen Schiffe lassen das Herz von Bente, Fenja, Falk und Marcelino höher schlagen.

„Im Sachkundeunterricht wird die Schifffahrt oft bereits ab der dritten Klasse thematisiert, deshalb sind vor allem ältere Schüler zu Besuch“, erklärt Sabine Röben-Nonnast. Melanie von Häfen, die Klassenlehrerin, schaut ebenfalls interessiert auf die Modelle.

Der Drittklässler Falk Müller mag es, Museen zu besuchen. Er findet gerne neue Dinge heraus; das hat er auch schon in einem anderen Museum getan. Der Neunjährige hat besonders an einer alten Karte Gefallen gefunden. Kevin Haase, acht Jahre alt, schließt sich Falks Meinung an. Er ist zum ersten Mal in einem Museum.

90 Minuten werden die Grundschüler durch die insgesamt drei Stockwerke geführt. Zwischendurch können sie sich mit einem Frühstück stärken. „Die meisten Kinder finden das Museum ganz toll, sie wollen unbedingt wiederkommen“, weiß Röben-Nonnast. „Damals war es so, dass die Eltern die Kinder überreden mussten, hierherzukommen, jetzt ist es umgekehrt“, erklärt die Museumsmitarbeiterin.

Kinder interessieren sich

„Der Bus ist heute später gekommen aufgrund des Schnees, aber das schreckt die Kinder nicht ab, sie sind trotzdem voller Elan“, freut sich die langjährige Museumspädagogin. Seekarten lesen, Bauzeichnungen angucken – alles ist möglich. Die Mädchen und Jungen können einiges ausprobieren, somit wird es nicht langweilig. Allerdings würden viele Kinder die Begriffe der Schiffsarbeit nicht kennen, sagt Sabine Röben-Nonnast. Das müsse verbessert werden.

Die Klasse aus Rodenkirchen möchte auf jeden Fall noch einmal vorbeischauen und selber Schiffsmodelle herstellen. Marcelino Schwarze (8) etwa hat bisher keine anderen Museen besucht. Deshalb findet er alles im Schiffahrtsmuseum gut. „Am liebsten mag ich das große Modellschiff“, sagt der Grundschüler.


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Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
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