Nordenham Für Rudolf Matthis war der Platz, der nach ihm benannt wurde, ein beliebter Anlaufpunkt. Hier hat sich der Kunstlehrer, der von 1917 bis 1954 am Nordenhamer Gymnasium unterrichtete, gerne mit seinen Schülern aufgehalten. Hier haben er und seine Pennäler das Schützfelder Tor gemalt und gezeichnet. Und hier, wo Ost-, Süd-, Bernhard- und Wallstraße sowie der Schützfelder Weg zusammenlaufen, soll wieder Kunst entstehen. Das wünscht sich zumindest der Nordenhamer Kunstverein.

Erlaubt ist alles

Den Anfang hat der Verein im vergangenen Jahr selbst gemacht. In seinem Auftrag hat die Künstlerin Bärbel Deharde für die Verkehrsinsel auf dem Rudolf-Matthis-Platz ein Kunstwerk erschaffen, das Ende August 2016 eingeweiht wurde. Der Verein nennt es „Mach-Mal“ – auch in der Hoffnung, dass es die Nordenhamer animiert, selbst Kunst zu machen. Mit einer Aktion, bei der es Preise zu gewinnen gibt, wollen die Vorsitzende Jane Agena und ihre Mitstreiter den Anreiz ein wenig erhöhen. Sie laden alle Interessierten ein, sich auf diesem Platz mit Kunst zu beschäftigen und aus ihrer eigenen Perspektive selbst ein Kunstwerk zu schaffen, das mit dem Matthis-Platz in Verbindung steht. Erlaubt ist alles – von der Bleistiftzeichnung bis zur Fotografie und darüber hinaus. „Wenn jemand die Idee hat, einen Ausdruckstanz vor dem Mach-Mal aufzuführen und auf Video festzuhalten – warum nicht?“

Der Aufruf des Kunstvereins richtet auch an Kindergärten und Schulklassen. Das beste Kindergartenbild soll mit 100 Euro für die Gruppenkasse belohnt werden. Mit jeweils 100 Euro für die Klassenkasse honoriert der Kunstverein das beste Werk aus der Grundschule, aus der Sekundarstufe I und aus der Sekundarstufe II. Die Arbeiten aus den Kindergärten und Schulen sollten ein Format von DIN A3 nicht überschreiten.

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Außerdem werden die besten drei Werke von Erwachsenen mit jeweils 100 Euro belohnt. Die besten Arbeiten werden von einer Jury ausgewählt. Bis zum 31. Mai können die Kunstwerke beim Kunstverein Nordenham, Poststraße 4, 26954 eingereicht werden. Eine Auswahl davon wird vom 19. August bis zum 24. September in den Räumen des Kunstvereins am Marktplatz ausgestellt.

Dem Kunstverein geht es auch darum, das Mach-Mal noch mehr ins Bewusstsein der Nordenhamer zu bringen. Befürchtungen, dass dieses öffentlich zugängliche Kunstwerk durch Randalierer beschädigt werden könnte, haben sich nicht bestätigt, sagt Vorstandsmitglied Dr. Peter Klan. Der Verein freut sich auch darüber, dass die Stadt Nordenham, die Eigentümerin des Mach-Mals ist, die Verkehrsinsel mit einer Beleuchtung und einer Pflasterung aufwerten will. Der Termin dafür steht allerdings noch nicht fest.

Schöne Künste

Das Gleiche gilt für die „Lange Nacht der schönen Künste“. Die Premiere dieser Innenstadt-Veranstaltung, die Nordenham & Marketing im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hatte, war aus Sicht des beteiligten Kunstvereins ein Erfolg. Bei der geplanten Wiederholung der Veranstaltung, die für Kulturschaffende jeglicher Art offen ist, will er auf jeden Fall wieder mit im Boot sein.

Für dieses Jahr plant der Kunstverein sechs Ausstellungen. Die nächste beginnt am Samstag, 4. Februar. Dann stellt Güde Renken in den Kunstvereinsräumen aus. Die Braunschweigerin malt und zeichnet Menschen. Sie interessiert sich für ihre Kraft und Stärke, aber auch für ihren Schmerz und ihre Zerbrechlichkeit.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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