Wenn man nicht mit Leib und Seele dabei ist, dann sollte man gar nicht erst anfangen, sagt Georg Werner Biermann. Der 56-Jährige mag keine halben Sachen. Seit 1999 ist er Ortsbrandmeister von Phiesewarden. Und wie viele seiner Kollegen opfert er viele Stunden seiner Freizeit für diese ehrenamtliche Tätigkeit. Seine Motivation: Es macht ihm Freunde, anderen Menschen zu helfen. Aus diesem Grund ist er 1971 in die Feuerwehr eingetreten.

Georg Werner Biermann ist ein echter Phiesewarder. Er ist in dem Stadtteil geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Bei Felten & Guilleaume lernte er Starkstromelektriker. Seit 1973 ist er bei der Midgard beschäftigt – als Elektriker.

Bei der Feuerwehr war Georg Werner Biermann stets darum bemüht, sich in Lehrgängen weiterzubilden. Und so kletterte er auch die Beförderungsleiter immer höher. Für die Phiesewarder Ortswehr war er als Funkwart tätig, außerdem übte er von 1995 bis 1999 das Amt des Stadtjugendfeuerwehrwarts aus.

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Es gibt Einsätze, die vergisst man nie. Das geht auch Georg Werner Biermann so. Unter anderem erinnert er sich an einen Silvestereinsatz in Friedrich-August-Hütte, als ein Kind bei einem Wohnungsbrand ums Leben kam. „Das geht an die Nieren“, sagt der dreifache Vater. Zum Glück hat er eine Frau, die ihm immer den Rücken gestärkt hat. „Man muss drüber reden können“, sagt Georg Werner Biermann. „Dann kommt man besser darüber hinweg.“

Das Glücksmoment seiner Amtszeit als Ortsbrandmeister liegt erst wenige Monate zurück: die Einweihung des Feuerwehrgerätehaus, für das die Ortswehr viele Jahrzehnte gekämpft hatte. Der 56-Jährige ist froh, dass es nun endlich geklappt hat. Für ihn und seine Kollegen sei das ein großer Motivationsschub. Die Amtszeit von Georg Werner Biermann läuft 2011 aus. Bis dahin will er auf jeden Fall weitermachen. Anschließend wechselt er in die Altersabteilung.

Dass Georg Werner Biermann längst nicht zum alten Eisen gehört, stellt er nicht nur bei der Feuerwehr unter Beweis. Fast genau so lange wie den Brandrettern gehört er der Theatergruppe Phiesewarden an. Einmal im Jahr steht er mit seinen Schauspiel-Freunden auf der Bühne und spielt plattdeutsches Theater. In mehr als 30 Jahren hat er selten ausgesetzt, obwohl er gelegentlich auch einmal Jüngeren den Vortritt lassen würde. Aber aus Mangel an Nachwuchsdarstellern wird Georg Werner Biermann vorerst weiter auf der Bühne stehen. Und traurig ist er darüber nicht. Denn das Theater macht ihm nach wie vor großen Spaß. „Die Leute“, sagt er, „sollen lachen können, das Leben ist schließlich ernst genug.“ jm

Georg W. Biermann

Ortsbrandmeister

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