Seefeld Die Seefelder Mühle schlägt an diesem Wochenende ein neues Kapitel einer ihrer Erfolgsgeschichten auf: Die sieben neuen Darsteller der Historischen Mühlenführungen feiern am Sonntag ab 12 Uhr Premiere.

Vom Erfolg überwältigt

Damit beginnt die fünfte Saison der Historischen Mühlenführungen. Der Mühlenverein entwickelte die Veranstaltungsreihe 2012 während der 25-Jahr-Feiern und startete sie 2013. „Wir sind vollkommen überwältigt vom Erfolg dieses Formats“, sagt Cornelia Iber-Rebentisch, die Zweite Vorsitzende des Mühlenvereins. Für dieses Jahr hat sie schon mehr als 50 Buchungen aufgeschrieben, dabei ist erst März.

Denn zusätzlich zu den Aufführungen, die an jedem letzten Sonntag im Monat ab 12 und ab 15 Uhr zu sehen sind, gibt es weitere Auftritte, etwa an besonderen Tagen wie Ostern oder dem Tag des offenen Denkmals, und zahlreiche Gruppenbuchungen. Während bei den offiziellen Terminen kein Eintritt erhoben, sondern um Spenden gebeten wird, berechnet der Mühlenverein bei Aufführungen für Gruppen 4 Euro pro Zuschauer, mindestens aber 100 Euro insgesamt.

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Inzwischen ist die Organisation des neuen Formats so umfangreich, dass Cornelia Iber-Rebentisch sie gern an einen anderen Ehrenamtlichen abgeben würde, damit sie selbst mehr Zeit für ihre vielen anderen Aufgaben in dem Kulturzentrum hat, die locker eine Vollzeitstelle auslasten würden.

Außerdem hat sich der Ansatz für die Aufführungen in den vergangenen Jahren erweitert. Es geht nicht mehr nur um die lebendige Darstellung von Mühlengeschichte, sondern um die Seefelder Dorfgeschichte überhaupt. Deshalb sucht sie auch nach einem neuen einprägsamen, aber auch treffenden Titel für die Aufführungen und freut sich auf Vorschläge.

Seefelder Geschichten

Der erweiterte Ansatz ist auch bei den sieben neuen Darstellern zu spüren. Nur Anke Coldewey als Mutter des Müllers hat noch einen direkten Bezug zur Mühle. Bärbel König spielt eine Spinnerin, Helga Baumbusch eine Seemannsfrau, Inge Laverenz die Frau Pastor und Jutta Barghop die Apothekerin. Hartmut Kühne ist als Dorfschullehrer zu sehen, und Gudrun Günterberg schlüpft in die Rolle der Dichterin Alma Rogge.

Dafür hat sie sich intensiv mit Texten von und über Alma Rogge befasst. Und Jutta Barghop hat sich mit dem alten Ovelgönner Apotheker-Paar unterhalten, um sich in das Thema einzuarbeiten. Auch alle anderen Darsteller haben für ihre Rollen intensiv recherchiert: bei Zeitzeugen, in Museen, beim Rüstringer Heimatbund.

Seit Dezember haben sie sich in vier Wochenendseminaren unter Leitung der Groninger Theaterpädagogin Mirjam Dirks auf ihre Auftritte vorbereitet, haben Mimik und Texte einstudiert und Kostüme anprobiert. Ähnlich wie die Theatergruppe entwickeln sie ihre Texte selbst und lernen sie nicht auswendig, sondern orientieren sich an Eckpunkten, die sie immer wieder verwenden. Dafür setzen sie sich intensiv mit ihrer Rolle auseinander und fragen sich: Wer bin ich?

So werden die Zuschauer am Sonntag ab 12 Uhr ein lebendiges Bild aus der Geschichte geboten bekommen. Ab 15 Uhr sind überwiegend die schon aus den Vorjahren bekannten Darsteller auf den verschiedenen Ebenen der Mühle zu erleben.

Insgesamt, sagt Cornelia Iber-Rebentisch, zählt das Kulturzentrum jetzt 22 Darsteller für die Historischen Führungen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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