BERNE Haje Kettler und seinen Nachbarn an der Juliusplate in Berne ist der Geduldsfaden schon lange gerissen. „Immer mehr Jugendliche treffen sich abends hier am Strand an der Weser und grillen im Naturschutzgebiet, zelten oder feiern“, erzählt er. „Neulich haben sogar einige bei mir zu Hause geklingelt und nach Kohle gefragt.“

Ähnliches hat auch Campingplatzbesitzer Olaf Brammer zu berichten. „Die Jugendlichen hinterlassen Riesenmengen an Müll. Ich weise sie regelmäßig darauf hin, dass sie ihre Abfälle ordentlich entsorgen sollen, doch da reagieren sie nicht.“

Sorgen macht ihm eine steigende Aggressivität bei den jungen Leuten. „Ich bin neulich schon einmal mit dem Messer bedroht worden. Die Polizei ist erst am nächsten Tag gekommen. Ich weiß nicht mehr, an wen ich mich wenden soll“, sagt er. Auch am DLRG-Haus am Strand hätten Besucher deutliche Spuren hinterlassen. So fehlten mittlerweile zum Beispiel das Treppengeländer und einige Holzplatten.

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Der Lösung dieser Probleme hat sich die Arbeitsgruppe Juliusplate des Präventionsrates Berne angenommen. Seit September treffen die Mitglieder sich regelmäßig, am Montagabend haben sie sich an der Juliusplate versammelt, um über erste Vorschläge zu beraten.

„Dem Vandalismus wollen wir mit einer verstärkten Öffentlichkeit entgegentreten“, erklärt Tina Eylers, Geschäftsführerin der Arbeitsgruppe. „Die Jugendlichen randalieren ja, weil sie sich nicht wahrgenommen fühlen.“ Der Strand und die Umgebung sollen deshalb attraktiver gestaltet werden. „Es könnten zum Beispiel Informationstafeln aufgestellt werden“, so Eylers. Vorstellbar seien auch kleinere Veranstaltungen, zum Beispiel von Vereinen organisiert. „Bei der Lösung der Probleme müssen viele an einem Strang ziehen. Einer allein schafft das nicht“, meint Eylers.

Thema im Präventionsrat ist auch die Parkplatzsituation an der Straße. „Die Leute parken im Sommer den ganzen Radweg zu“, so Kettler. Hier soll ein zusätzlicher Parkplatz Abhilfe schaffen.

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