MOORSEE Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Und nie geht es dabei allein um das Mahlen von Korn. Als die Moorseer Mühle 1977 den Betrieb einstellte, wurde das Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt. Am Sonntag, 14. September, wird nun das 30-jährige Bestehen des Museums Moorseer Mühle gefeiert.

Die weithin sichtbaren Windmühlen waren einst charakteristisch für die Wesermarsch. Sie waren lange Zeit auch die einzigen Arbeitsmaschinen der Menschheit. Um deren Erbe zu bewahren und die Moorseer Mühle zu erhalten, brachte sich der Landkreis finanziell ein und pachtete das Gebäude ab 1978. Der Eigentümer Heinrich Reinken fungierte ab dem 1. März 1978 noch einige Zeit als Museumsführer. Nach Auskunft des jetzigen Museumsleiters Nils Meyer war anfangs in dem Galerieholländer ein Deich- und Wasserbau-Museum geplant. Dieses Konzept wurde zugunsten einer landwirtschaftlichen Sammlung sehr schnell verworfen, die die Keimzelle des Museums bildete.

Eine wechselvolle Geschichte liegt hinter der Moorseer Mühle, die mit ihrem Seefelder Pendant zu den beiden einzigen noch funktionsfähigen Mühlen in der Wesermarsch zählt. Der Rüstringer Heimatbund und sein damaliger Vorsitzender Enno Hansing erkannten in den 80-iger Jahren die einmalige Chance, die Mühle in Moorsee als Kulturgut zu bewahren. Als der Landkreis um Unterstützung für sein Projekt bat, sagten die Männer um Enno Hansing ihre Hilfe zu.

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Mitglieder des Heimatbundes begannen, ehrenamtlich zu arbeiten. Ein Mann der ersten Stunde ist Hans-Gerd Gerdes, der heutige Leiter der Mühlengruppe des Heimatbundes. Anlässlich des Jubiläums wird er den Festvortrag halten und die Geschichte des Museums Revue passieren lassen. Seit nunmehr 20 Jahren ist das Gebäudeensemble ein Fachmuseum für regionale Mühlengeschichte und -technik der Wesermarsch. Die konzeptionelle Ausarbeitung von der Kreisarchäologin Rosemarie Krämer stammt aus dem Jahr 1989.

190 Einladungen zum Festakt sind nach den Worten von Nils Meyer verschickt worden. Rund 50 Anmeldungen liegen bereits vor. Die Feierlichkeiten sind eingebettet in den Tag des offenen Denkmals, der gleichfalls am Sonntag stattfindet. In und um den Galerieholländer wird den Gästen bei freiem Eintritt allerhand geboten. Das ehemalige Müllerhaus der Familie Reinken kann neben dem Museumsgebäude, das 1993 eingeweiht wurde, ebenfalls besichtigt werden. Laut Nils Meyer soll darin einmal die Sozialgeschichte der Müllerfamilie Reinken dargestellt werden, die die Mühle 1899 angepachtet hatten.

Der Galerieholländer befindet sich im Besitz der Familie. Das Müllerhaus, in dem Anneliese Reinken bis 2003 lebte, hat der Landkreis Wesermarsch erworben.

Tag des offenen

Denkmals

Bei dem Festakt, der um 11 Uhr im Mühlenmuseum beginnt, tritt das Jazz-Duo Oliver Poppe aus Bremen auf. Den Festvortrag hält Hans-Gerd Gerdes.

Das Programm beginnt um 11.30 Uhr mit einer Mühlenführung für die Teilnehmer der Fahrradtour von Moorsee über die Seefelder Mühle zum Bronzezeithaus in Hahnenknoop. Führungen werden noch einmal um 14 und 16 Uhr angeboten. Die freiwilligen Müller setzen die Mühle gegen 15 Uhr in Betrieb.

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