Nordenham Die beiden Handy-Fotos, die Meike Peters und Sabine Zinn an Dominique Wempe, Silke Schäfer-Höpken, Andrea Vogt und Ulrike Schreiber weiterreichten, trafen jeden Betrachter tief ins Herz, gingen unter die Haut. Das eine Foto zeigte eine im Gesicht fast bis zur Unkenntlichkeit entstellte junge Frau, das andere eine lachende, recht fesch aussehende. Nur einige gut verheilte Narben lassen Schreckliches erahnen.

Beide Fotos zeigten die gleiche Frau, Man Maya nämlich aus einem kleinen Dorf bei Kathmandu in Nepal. Als kleines Mädchen hatte sie sich in ihrer Hütte beim Umdrehen im Schlaf am Kerosinkocher schwerste Verbrennungen zugezogen. Solche Unfälle sind dort häufig.

Der Facharzt für Wiederherstellungs- und kosmetische Chirurgie, Dr. Andreas Settje, operierte sie achtmal und schenkte ihr so ein neues, glückliches Leben. Von 1999 bis 2008 lebte Andreas Settje mit seiner Familie in Nepal – einfach nur um zu helfen. Er operierte Verbrennungsopfer, organisierte Frauenhäuser, beriet Familien und richtete ein kleines Krankenhaus mit modernsten Geräten aus.

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Vor allem aber unterrichtete er in Nepal einheimische Ärzte und Krankenschwestern, denn Hilfe zur Selbsthilfe ist für ihn die nachhaltigste Möglichkeit, Entwicklung zu schaffen. Heute lebt Andreas Settje wieder in Norddeutschland und unterhält eine Praxis in Bad Zwischenahn.

Zweimal jährlich fährt er aber immer noch für ein paar Wochen nach Nepal in Südasien an der Grenze zu China, kuckt, schult, operiert.

In Deutschland gründete er den Verein Man Maya Med. Die Nordenhamer Krankenschwester Sabine Zinn hatte Andreas Settje während seines Langzeitaufenthaltes einmal besucht – und auch selbst mit angepackt.

Als sie an einem Clubabend des Lions-Clubs Wesermarsch „Emy Rogge“ davon erzählte, waren alle ganz gespannt darauf, den Arzt und seine Idee einmal persönlich kennenzulernen.

Für Ende Januar luden sie ihn zu einem Vortrag über seine Entwicklungs- und Aufbauarbeit ein. Die OLB stellte ihren Vortragsraum zur Verfügung. Die „Emy Rogge“-Damen waren so angetan, dass sie spontan beschlossen, für das Projekt zu sammeln. Zunächst mit einer Sammeldose, die am Abend herumgereicht wurde, dann bei befreundeten Service-Clubs, schließlich bei Einzelspendern.

Von den Lions aufgerundet kam jetzt die stolze Summe von 2500 Euro zusammen. Sechs „Emy Rogge“-Damen überreichten die Summe jetzt mit einem symbolischen Scheck in der OLB-Filiale an Andreas Settje.

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