ECKWARDEN ECKWARDEN - Es war ein mutiger Schritt, „Meister Anecker“ für die zehnte und damit Jubiläumsaufführung beim Eckwarder Feuerwehrball auszuerkoren, zumal das Lustspiel von August Lähn durch die Aufführungen im Hamburger Ohnsorg-Theater mit dem unvergessenen Henry Vahl einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Doch die Eckwarder Theatergruppe „De Wattspökers“ muss diese Entscheidung nicht bereuen. Im Gegenteil: Im voll besetzten Saal des „Eckwarder Hofes“ lieferten die Laienspieler am Sonnabend eine Bravourleistung ab.

Doch zunächst wollte der Funke nicht so recht überspringen. Erst als Altgeselle Matten (herrlich in Szene gesetzt von Hans-Gerd Hansing) betrunken auf die Bühne torkelte und den legendären Satz „Mensch ärgere dir nicht. Was versoffen ist, ist versoffen", sagte, brach das Publikum zu wahren Beifallsstürmen hin und konnte sich zunächst nur schwer wieder fangen. Auch das Zusammenspiel zwischen dem Altgesellen und seinem Meister Anecker (gekonnt und sicher gespielt von Dirk Töllner) sagte den Zuschauern sehr zu, sodass es nur noch wenige im Saal gab, die nicht laut lachten und klatschten. Vor allem die Mimik und Gestik der Beiden überzeugte. Anecker mit der echt wirkenden Verzweiflung eines Schusters, dem die Frau weggenommen wird und natürlich Matten mit seinem ständig betrunken wirkenden Unterton und seinem vorlauten Mundwerk.

Und dann waren da natürlich noch die manchmal unpassenden Lebensweisheiten des Gesellen, wie zum Beispiel „Trinke, wem Getränk gegeben". Schiefe Töne gab es nur, wenn Matten von seiner Musikalität überzeugt deutsches Volkslied schmetterte. Seine Tratscherei bringen ihn und Meister Anecker in große Probleme.

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Der Bürgermeister (Ralf Bode) hat nämlich ein Auge auf die Schwägerin des Meistes geworfen. Mit Elsbeth (Sabrina Timmermann) hatte er beim Schützenball auch ein halbes Dutzend Mal getanzt. Nun sucht das Oberhaupt des Ortes die Nähe zu seiner Auserwählten, die auch im Haus des Schusters wohnt. Und Mattes und sein Meister glauben der Bürgermeister wolle sich an die Frau des Meister Lena (Ute Boedecker) heranmachen. So gibt ein Wort das andere und letztlich sorgen Missverständnisse für viel Ärger im Hause Anecker.

Die sehr gute und souveräne Leistung der „Wattspöker" und deren Regisseurs Thomas Büsing rundete das Bühnenbild von Waltraut Langer und Horst Wagner ab, das dem Original aus dem Ohnsorg-Theater zum verwechseln ähnlich sah. Nach dem Theaterstück konnten die Besucher des Feuerwehrballes dann noch eifrig tanzen und Lose für die Tombola kaufen. Für gute Musik und Stimmung sorgten die „Sunny Boys". So wurde dann noch ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Wer das Stück „Meister Anecker" sehen möchte, hat dazu noch Gelegenheit am Freitag, 7. Oktober, ab 20 Uhr und am Sonntag, 9. Oktober ab 15 Uhr, bei Kaffee und Kuchen im „Eckwarder Hof". Am 7. Oktober schließt sich an die Aufführung auch die „10-Jahres-Party" zum Jubiläum der „Wattspökers" mit Freibier und Musik an.

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