Einswarden /Volkers Mit Beginn des Frühlings krempeln in vielen Dörfern freiwillige Müllsammler die Ärmel hoch. Sie befreien ihre Umgebung von Unrat. Und über einen Mangel an Arbeit können sie sich in der Regel nicht beschweren.

Gut beschäftigt waren am Samstagvormittag die freiwilligen Helfer beim dörflichen Frühjahrsputz „Einswarden räumt auf“. Der Bürgerverein Einswarden und der Mieterbeirat der Immobilienverwaltungsgesellschaft „Nordwohnen“ hatten dazu aufgerufen. Denn anders als in den Vorjahren waren nur 25 Freiwillige – darunter vier Kinder und knapp zehn Mitglieder der Feuerwehr – gekommen, um Müll einzusammeln. „Ich würde mich wirklich freuen, wenn die Beteiligung im nächsten Jahr wieder höher liegen würde“, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins, Ulf Riegel.

Mit Müllsäcken unterwegs

Aufgeteilt in Kleingruppen und ausgestattet mit eigenen Gartengeräten und Müllsäcken, machten sich die Helfer um 9 Uhr auf den Weg. Die Feuerwehrleute förderten schon bald jede Menge Holz, darunter einen entsorgten Tannenbaum, aber auch ein Waffeleisen, eine Lampe und einen Fußball aus dem Teich am Marktplatz zutage. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, sagte Ortsbrandmeister An­dreas Peter. „Wir haben hier auch schon Küchenschränke, ein Fahrrad und diverse Elektrogeräte gefunden.“

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Viel Müll fand sich wieder in der Nähe der Altglascontainer an den Wurten, zum Beispiel alte Matratzen, die sich mit Wasser vollgesogen hatten und wegen ihres Gewichts in den nächsten Tagen von Mitarbeitern des Bauhofes entsorgt werden müssen. „So etwas darf natürlich nicht passieren“, ärgerte sich Ulf Riegel. Die Landschaft werde dadurch verschandelt. Außerdem fallen zusätzliche Kosten an.

Trotz des Unmuts über Umweltsünder in Einswarden ließen sich die fleißigen Müllsammler ihren Spaß am geselligen Beisammensein nicht nehmen. Und so endete der Frühjahrsputz traditionsgemäß mit einem gemeinsamen Grillen zur Mittagszeit.

Auch in Volkers trafen sich am Samstag Mitglieder der Dorfgemeinschaft zum Frühjahrsputz. An dem mittlerweile fünften Umwelt- und Aktionstag nahmen insgesamt 20 Helfer im Alter von 5 bis 76 Jahren teil. Während ein Teil der Gruppe Laub zusammenkehrte und Sträucher im Dorfkern und auf der Zugangsstraße zurückschnitt, waren andere vor allem am Deich mit dem Einsammeln von Müll beschäftigt.

Auf dem Weg Richtung Blexer Flughafen stießen die ehrenamtlichen Helfer wieder auf achtlos entsorgte Fast-Food-Verpackungen. „Es ist schon traurig, dass die Leute da einfach so ihren Müll liegen lassen“, sagte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Carsten Struss verärgert.

Weiteres Projekt

Während des Umwelttages wurde am Samstag in Volkers noch ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Folkert Busch-Schweers, Lutz Nawracala und Thomas Schmeyer, die sich in den vergangenen Wochen auch um die neue Sitzgelegenheit am Kanonenplatz gekümmert hatten, errichteten den neuen Eichenzaun am Dorfzugang. „Der muss jetzt aber auch die nächsten dreißig Jahre halten“, sagte Carsten Struss lachend, nachdem die Pfähle am Brockweg gesetzt waren und der Zaun noch am selben Nachmittag fertiggestellt wurde. Für die Verpflegung der Helfer während der sechseinhalbstündigen Aktion sorgte Hans-Herrmann Struss mit einer Erbsensuppe für alle Beteiligten.

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