NORDENHAM „Kayleigh, is it too late to say I’m sorry?“, tönt es durch die Lautsprecher. Es ist der Refrain des ersten Songs der Marillion-Coverband Green Lavender am Sonnabend.

Die fünf Nordenhamer starten mit dem größten Hit von Marillion, und die Menge in der Jahnhalle ist sofort mitgerissen. Weiter geht es mit „Lavender“ – eine Textzeile aus diesem Stück gab der Band ihren Namen. Die etwa 200 Besucher sind bereits jetzt begeistert und klatschen im Takt mit.

Green Lavender spielt Songs der Progressivrock-Band Marillion aus der Zeit von Frontmann Fish. Der charismatische Sänger verließ die Band 1988. Mit ihm endete die erfolgreichste Zeit von Marillion. In der Jahnhalle scheint die Uhr jedoch stillzustehen. Green-Lavender-Sänger Wolfgang Röße ist die Reinkarnation von Fish. „Wenn man die Augen schließt, dann denkt man, Fish persönlich würde auf der Bühne stehen“, ist Ralf Seeger begeistert. Für dieses Konzert ist er extra aus Gelsenkirchen angereist.

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Auch seine Freunde, Guido Kramer aus Warstein und Jörg Heming aus Bocholt, mussten lange Fahrten in Kauf nehmen, um hier dabei zu sein. Das erste Mal sahen die drei Green Lavender in Oberhausen und waren sofort Feuer und Flamme. Sie sind Marillion-Fans der ersten Stunde. Green Lavender lässt bei ihnen das alte Feeling wieder aufleben.

Das liegt vor allem an der kongenialen Besetzung der Band. Jens Thaden am Schlagzeug spielt ebenso begnadet wie Stefan Scatulla am Bass. E-Gittarist Andreas Plump bringt mit seinen Soli die Menge zum Kochen, während Andreas Damröse am Keyboard den typischen Marillion-Sound in die Halle zaubert.

Das erste Set besteht aus dem Album „Misplaced Childhood“ von 1985. Nach einer Pause heizt Green Lavender dem Publikum in der zweiten Runde mit den größten Hits von Marillion ein. Wolfgang Röße gibt auf der Bühne alles und geht bereits bei den ersten Songs an seine Grenzen. Als er zu „Fugazi“ durch eine Papierwand springt, toben die Fans. Der nächste Höhepunkt folgt sofort: Mit den Worten „Jetzt kommt eines eurer Lieblingsstücke“ kündigt der Sänger „Script for Jesters Tear“ an. Das Publikum singt von der ersten Zeile an lauthals mit.

Nach fast zweieinhalb Stunden verabschiedet sich Green Lavender zum ersten Mal. Die Fans katschen und rufen die Vier zurück auf die Bühne. Nach zwei Zugaben beendet die Band den Auftritt, wie sie ihn begonnen hatte. Sänger Wolfgang Röße wächst bei „Kayleigh“ noch einmal über sich hinaus.

Danach ist Verschnaufen angesagt. Bassist Stefan Scatulla ist nach dem Gig erschöpft, aber völlig begeistert: „Die Leute haben richtig toll mitgemacht. Ein super Gefühl, hier auf der Bühne zu stehen.“ Für Green Lavender war es für dieses Jahr das letzte Konzert. 2008 werden die Nordenhamer wieder einige Live-Auftritte haben und die Herzen der Marillion-Fans höher schlagen lassen. Ralf Seeger und seine Mitstreiter sind dann auf jeden Fall wieder dabei, egal wie weit sie fahren müssen.

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