Ruhwarden Groß- und mittelformatige Gemälde des Berner Malers und Autoren Reinhard Rakow hängen derzeit in der Galerie am Wehlhamm. Sie füllen die Räumlichkeiten der kleinen Galerie gänzlich aus und tauchen sie in einen mystischen Farbenrausch. Die Acryl- und Ölgemälde sind realistisch und abstrakt, informell und figural. Mal sind es skizzenhafte Betrachtungen, mal detailgetreue Ausformungen oder expressive Beschreibungen sehr unterschiedlicher Szenerien.

Von 1997 bis 2007 stammen die sehr unterschiedlichen Werke Rakows, der sich selbst auf keinen Stil festlegt und somit viele Partituren der Malerei spielen kann. „...und alles ist landschaft in mir“ lautet der Titel der Ausstellung, den Rakow bewusst klein schreibt. Der Halbsatz stammt aus einem seiner Gedichte. Es ist seine erste Einzelausstellung in der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden. Sie ist Teil der Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“. Zu seiner Vita gehören aber bereits 50 Ausstellungen und etwa 100 Lesungen.

Nicht nur Natur wird gezeigt, wie der Titel implizieren könnte. Auch innere Landschaften und Stadtlandschaften sind zu sehen. Ein altes Haus in Herbstfarben getaucht, ein Selbstbildnis vor einer Landschaft, Porträts von Darstellern, monochrome Fabrikgebäude oder Moorstudien, Rakow nimmt sich viele Sujets und setzt sie auf seine Weise um.

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Auf den Wechsel der Blicke, der Objekte und der Techniken Rakows wies Galeristin Silke Trolldenier in ihrer Einführung bei der Eröffnung hin. Hell-Dunkelkonstellationen, mehrschichtiger Farbauftrag, Übermalungen und Überschneidungen seien immer wieder in den Bildern Rakows auszumachen. Der Betrachter spüre immer wieder Irritation, Schwermut, nachdenkliche Stimmungen, so Trolldenier. Hinter Rakows Landschaftsmalerei verberge sich das eigentliche Thema: Veränderungen.

Er sei bekennender Romantiker, gestand Rakow und verstehe die Metapher des Lebens als Wanderung, der wandernde Mensch, Landschaft und Zeit. Im folgenden Text ging er der Frage des Sehens und Wahrnehmens nach. „Ist Landschaft die Landschaft, die wir sehen? Oder doch etwas anderes?“, fragte er. Er wolle Dinge hinterfragen und Bilder weiter sehen, las er aus seinem Gedicht „Alles im Fluss“ vor. Auch aus dem neuen Lyrikband „drei farben“ wählte der 62-Jährige Texte aus und las etwa eine Stunde vor.

Die Werke sind mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter Telefon   04736/ 598 zu sehen. Die Ausstellung endet am 4. Oktober um 17 Uhr mit einer Finissage.

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