Ruhwarden Die einen arbeiten das knorrige Gefüge oder das zarte Blattwerk als landschaftsprägendes Element heraus, die anderen beschäftigen sich mit der Bedeutung in Religion und Mythologie. Der Baum hat für viele Künstler aus unterschiedlichen Gründen seine Faszination, was in den Werken deutlich wird, die jetzt in der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden zu sehen sind. „Holzgesänge und Blattgeflüster“ ist der Titel der am Sonntag eröffneten Ausstellung.

Rund 30 Gäste waren der Einladung von Galeristen Silke Trolldenier zur Vernissage gefolgt, darunter auch einige der ausstellenden Künstler. Weil die meisten Bilder kleinformatig sind, werden 90 Exponate gezeigt. Sie alle setzen sich mit dem Thema Baum auseinander.

Ihm haben sich die Künstler Hartmut Bolte und Verena Rhyn-Bolte, Gerhard Hermanns, Ursel Koop, Sigrid Mahncke, Hildegard Mühlich, Christian Mühlner, Hartmut van Riesen, Heinz Schüler, Daniela Steenblock und Klaus Trolldenier mit unterschiedlichen Maltechniken sowie vielfältiger Art und Weise genähert. Claus Wettermann steuerte einige Skulpturen bei.

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Wie Silke Trolldenier bei der Eröffnung deutlich machte, ist die Ausstellung in sechs Bereiche unterteilt. Ein Bereich lädt die Besucher zu einem Waldspaziergang ein. Blickfang ist hier das Gemälde von Verena Rhyn-Bolte mit dem Titel „Butjadinger Frühling“. „Bäume prägen das Bild einer Landschaft, sie haben Charakter“, bekräftigte die Galeristin.

Als machtvolle Repräsentation sei der Baum zudem oft kultisch als Sinnbild göttlicher Wesenheiten oder als Aufenthalt ominöser Mächte verehrt worden. Der Laubbaum mit seinem jährlich sich erneuerndem Blattkleid sei vor allem ein Symbol der Wiedergeburt und der immergrüne Laubbaum ein Sinnbild der Unsterblichkeit.

Seine Gestalt mit seinen in der Tiefe verwurzeltem Reich, seinem senkrecht aufsteigendem Stamm und dem Himmel zustrebender Krone ließ ihn zu einem Symbol der Verbindung der Erde zu den kosmischen Bereichen werden, erläuterte Silke Trolldenier.

Begleitet wurde die Vernissage von einer Lesung mit Silva Springer. Sie las Lyrik und Prosa namhafter Autoren aus dem Buch „Wo Kobolde wachsen“ – und das ist ja bekanntlich auf Bäumen.

Die Ausstellung „Holzgesänge und Blattgeflüster“ in der Galerie am Wehlhamm ist bis 29. Juni mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung zu bewundern.

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