Sürwürden Die Witwe Mechthild Gries macht mächtig viel Wind im Mietshaus von Jan Oppermann. Sie zettelt Intrigen an und benimmt sich auch sonst nicht gerade umgänglich zu ihren Mietnachbarn. Sehr zum Leidwesen der anderen, die sich im Laufe des amüsanten plattdeutschen Dreiakters „Wind van vörn“ zu rächen suchen.

Elf Darsteller

Das Stück aus der Feder von Helmut Schmidt feierte Freitagabend in der Gaststätte Kiek mol rin eine gelungene Premiere vor fast ausverkauftem Haus mit mehr als 90 Zuschauern. Die Theatergruppe des Bürgervereins Sürwürden-Alse hatte wieder einmal ein lustiges Stück inszeniert, welches für viele Lacher im Publikum sorgte. Zum Schluss gab es einen kräftigen Applaus für die elf Darsteller und ihre gute schauspielerische Teamleistung.

Für Anne Petershagen ist es die erste große Hauptrolle und sie spielte die Witwe Mechthild Gries so gut, dass einige Zuschauer ungeniert ihren Unmut äußerten: „Da kommt die Hexe wieder.“ In diesem Fall ist das sicherlich als Kompliment einzuschätzen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In der Tat schleimt sich Mechthild bei der neuen Mieterin Jutta (Renate Brand) ein und umgarnt sie mit einem Willkommensblümchen, während sie gegenüber der Nachbarin Annemarie Struck (Debütantin Silke Oltmanns) das Abarbeiten von Juttas Miete in „Naturalien“ vermutet. Denn Jan Oppermann (Jürgen Wehlau) ist kein Kostverächter und gerne bereit, der Studentin Jutta unter die Arme zu greifen.

Die Dreier-WG von gegenüber dagegen attackiert Witwe Gries ungeniert und beschwert sich über die laute Musik, der in Sodom und Gomorrha lebenden Ralf (Helmut Melius), Udo (Jens Horstmann) und Neumieterin Julia (Insa Horstmann). Sie droht den jungen Leuten mit dem Rauswurf.

Überhaupt weiß die Witwe alles über Land und Leute und möchte ihr Wissen auch ungefragt gerne anderen weitergeben. Der Tratsch im Treppenhaus kocht hoch und so manche Unwahrheit zieht ihre Kreise.

Ob Theobald Schnauber (Herold Menssen) die Witwe bändigen kann, danach sieht es zunächst überhaupt nicht aus. Witwe Gries vermutet in ihm einen Vertreter und keinen potenziellen Liebhaber und Mann für die schönen Stunden im Leben. Sie verfolgt den adretten Herrn sogar mit dem Nudelholz und Theobald sucht schnell das Weite.

Regisseur auf Bühne

Die kleine Rolle des Theobald konnte Herold Menssen neben seiner Regiearbeit noch gut erledigen. Nicht zum ersten Mal stand er auf der Bühne im Kiek mol rin und führte gleichzeitig Regie.

In weiteren Rollen konnten Irmi Hellmers als Putzfee Theda Oppermann und Wilfried Oltmanns als Heiko Struck überzeugen. Topusterin Erika Wehlau konnte meistens entspannt in ihrer Kuppel vor dem Publikum verweilen.

Maskenbildnerin Marina Bruns sorgte für die richtige Farbe im Gesicht der Darsteller und setzte die ein oder andere bunte Perücke auf deren Häupter. Die beiden Techniker sorgten für das richtige Licht auf der Bühne und die passende Akustik. Als „gute Fee“ agierte Rolf Warnke im Hintergrund.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.