SüRWüRDEN „Hier boxt der Papst, hier tanzt die Sau, im Wald-Camp von Lütt-Wegenau.“ So wie die Anmoderation es versprach, so turbulent und ausgeflippt ging es zu bei der neuen Inszenierung der Theatergruppe des Bürgervereins Sürwürden-Alse. Die Premiere von „Dat Wald-Camp von Lütt-Wegenau“, geschrieben von Helmut Schmidt, feierte am Freitagabend in der Gaststätte Kiek mol rin eine glänzende Premiere vor rund 80 Gästen.

Viele lustige Szenen

Viele lustige Szenen in dem Dreiakter sorgten für strapazierte Lachmuskeln bei den begeisterten Zuschauern. Eine Ähnlichkeit zu einem sehr beliebten Fernsehformat war natürlich reiner Zufall. Die beiden in schrille Kostüme gekleideten und mit überbordenden Perücken ausgestatteten Moderatoren Heidi (Irmgard Hellmers) und Norman (Herold Menssen) bildeten die Rahmenhandlung und präsentierten die sechs Kandidaten aus dem Dorf, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Sie wurden von den Fernsehzuschauern ausgewählt. Diese sorgten so für eine brisante Mischung, die von der ersten Sekunde an Zoff und Schmähworte provozierte.

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Stein des Anstoßes

Stein des Anstoßes waren vor allem die Prostituierte Claudia (Renate Brandt) und die Obdachlose Erna (Anne Petershagen), die auf Missbilligung beim zwielichtigen Bürgermeister Alexander Heitfeld (Helmut Melius) und der hyperkorrekten altbackenen Lehrerin Annemarie Krüger (Karin Gerdes) stießen. Der Pastor Christoph Budde (Jürgen Wehlau) und der kameraversessene Landarzt Dr. Stefan Dreyer (Wilfried Oltmanns) hielten sich aus den Streitigkeiten mehr oder weniger heraus. Alle Kandidaten hofften auf den Sieg, der ihnen eine Million Euro bescheren sollte. Und jeder verfolgte eine andere Strategie, manchmal ehrlich gemeint, manchmal hinterlistig und mit Kalkül bedacht.

Vor der prächtigen Waldkulisse, die maßgeblich von Anne Petershagen geschaffen worden ist, traten die ganzen Intrigen und Machenschaften allmählich zu Tage. Im „Waldschlösschen“, dem „locus operandi“ und Spiekkasten par excellence, erfuhr Erna mühelos alle Geheimnisse und nutzte ihr Wissen gewinnbringend aus. Nebenbei mussten noch einige Spiele bewältigt und positiv gepunktet werden zum Wohle der ganzen Gruppe. Und die Fernsehzuschauer hatten dann die Qual der Wahl zu ihrem Lieblings-Camper.

Hinter den Kulissen hatten Marina Bruns und Ruth Bohlken einiges zu Tun, um die Darsteller entsprechend auszustaffieren und zu schminken. Etliche Kostümwechsel sorgten für viel Trubel auch hinter der Bühne. Beim Bühnenbau halfen Jens Horstmann, Ingo Horstmann, Jürgen Wehlau und Ulli Lampe mit seinen Söhnen. Eine Kleinstrolle hatte Katrin Horstmann, die als Assistentin von Heidi und Norman auf der Bühne mithalf, Utensilien zu bewegen. Für die Technik und die Musikstücke war Detlef Janßen verantwortlich. Ausnahmsweise stand Hans-Hermann Wunderlich in seinem 40. Bühnenjahr vor der Bühne und führte Regie. Erika Wehlau half routiniert in ihrer kleinen Muschel zu Füßen der Darsteller aus Textpannen.

  Aufführungen finden noch statt am 18., 20., 25. und 27. Januar jeweils ab 20 Uhr. Vorstellungen gibt es noch am 22. und 29. Januar ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen.

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