Elsfleth „Die See lässt einen nicht los, wenn man aus Elsfleth kommt“, sagt Arne Nobel, Schauspieler, Regisseur, Autor, Verlagsgründer und gebürtiger Elsflether. Er sei der See verbunden, auch jetzt noch in Bochum. Dort lebt und arbeitet der 42-Jährige inzwischen.

Nobel ist freiberuflich tätig und wenn er seine derzeitigen Aktivitäten aufzählt, fragt man sich unweigerlich, wie er das alles unter einen Hut bekommt. Er schreibt, steht als Schauspieler auf der Bühne, inszeniert aber auch Stücke. „Man muss heute breit aufgestellt sein“, sagt Arne Nobel. Vergangene Woche hat er noch einen Film gedreht, erzählt der Schauspieler. „Schwarzer Regen“ heißt das Werk, das voraussichtlich im April oder Mai nächsten Jahres seine Kino-Premiere feiert. „Der Film spielt im Jahr 1985 in einem Bunker“, verrät Nobel.

Theater geleitet

Seit mittlerweile fast 20 Jahren arbeitet Nobel als Schauspieler. Vor zwölf Jahren hat er eine Regieausbildung am Schauspielhaus in Bochum absolviert. „Dort habe ich auch mein Gesellenstück inszeniert. Das läuft immer noch“, erzählt Nobel stolz – ein Johnny-Cash-Abend (A Tribute to Johnny Cash). Später hat er in Bochum sogar das Theater Rottstraße 5 geleitet, erzählt Nobel.

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Dann fing er an zu schreiben. „Dabei habe ich das Lesemedium für mich entdeckt“, erinnert sich der 42-Jährige. „Mittlerweile habe ich einen eigenen Verlag gegründet, der Lesebücher und Hörstücke verlegt“.

Der 42-Jährige hält auch immer wieder Lesungen. Viel gelernt habe er von dem 2013 verstorbenen Schauspieler Otto Sander. Die Arbeit mit ihm sei eine tolle Zeit gewesen. „Weil Otto auch sehr Seefahrt-affin war“, erzählt Nobel. Eine Zeit lang, als sie zusammen gearbeitet haben, haben sie sich immer mit dem Spruch „Mann auf der Brücke“ begrüßt, erzählt Nobel schmunzelnd. Von Sander habe er auch viel für seine Lesungen gelernt, zum Beispiel, wie man seine Stimme benutzt, erzählt Nobel. Eine Lesung führt den 42-Jährigen zurzeit auch auf kurze Stippvisite in die alte Heimat.

Imke Janssen und Jens Weinstock konnten das Elsflether Multitalent wieder für eine Lesung im Restaurant Kogge gewinnen. Dort liest er bereits zum dritten Mal. An diesem Freitag, 21. Oktober, beginnt um 19 Uhr der Empfang in der Reihe „Literatur und Leckeres“ in der Kogge. Die Lesung ist allerdings bereits ausverkauft (es gibt eine Warteliste).

Dritte Lesung in Elsfleth

Nobel wird aus Theodor Storms „Der Schimmelreiter“ lesen. Das sei ein Wunsch der Veranstalter gewesen, erzählt er. „Die Novelle passt wunderbar in die Kogge und in diese Gegend“, findet Nobel. Naturereignisse, die Kraft des Meeres und die Menschen, die sich damit auseinandersetzen müssen – in diesem Jahr werde die Lesung sehr dunkel und schwer.

„Mal sehen, wie es wird“, sagt er. Bei seinen Lesungen in der Kogge fühle er sich immer sehr willkommen, schwärmt der gebürtige Elsflether. Diese Lesungen seien außerdem immer etwas Besonderes für ihn, weil er sehr viele Leute aus dem Publikum kennt. „Es ist also ein Heimspiel für mich“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Dann will ich natürlich immer besonders gut sein. Gerade wenn meine ehemaligen Lehrerinnen im Publikum sitzen – oder meine Mutter. Sie wird auch da sein.“

Durch seine Familie – seine Mutter und sein Bruder mit Familie wohnen noch in Elsfleth – ist auch Arne Nobel immer wieder zu Besuch in der alten Heimat. Doch oft nur für kurze Zeit. „Ich bin leider oft viel unterwegs“, sagt er. Schon am Samstag geht es weiter über Berlin nach Zittau (Sachsen), wo ihn schon seine nächsten Projekte erwarten.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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