Ruhwarden „Schön schreiben“ bedeutet Kalligraphie übersetzt aus dem Griechischen. Und genau das beherrschen der gelernte Deko- und Plakatmaler Walter Steenblock und seine Tochter, Diplom-Designerin Daniela Steenblock, perfekt. Bei der Vernissage der Ausstellung „Schönheit in Wort und Schrift“ in der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden demonstrierten sie, wie konzentriert und exakt sie die Buchstaben frei Hand mit Tusche setzen können.

Die Gäste durften sich Worte oder Sprüche wünschen und die beiden Künstler griffen zu Bandzugfeder oder Gänsekiel und schufen kleine farbige Kunstwerke vor den Augen der Beobachter, die sie auch mit nach Hause nehmen durften.

Galeristin Silke Trolldenier freut sich ganz besonders über diese Ausstellung anlässlich der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“, nicht nur weil sie eine Art Familientreffen darstellte. Als Buch- und Kunsthändlerin finde sie es faszinierend, wenn Schrift, Literatur und Malerei eine künstlerische Verbindung eingehen.

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An den Wänden der Galerie hängen freie Kalligraphien, die mit viel Schwung von der Freude an Buchstaben ein kreatives Bild abgeben. Auch ganze Textauszüge oder Gedichte von Schriftstellern und Dichtern wie Martin Walser, Johann Wolfgang von Goethe, Hermann Hesse, Annette von Droste-Hülshoff, Pablo Picasso oder Sarah Kirsch sind in den Arbeiten verewigt. Sie wirken durch die Farbgebung des Untergrundes und durch die individuelle „Handschrift“ der Künstler, die bei genauer Betrachtung doch unterschiedlich ausfällt.

Gernot Steenblock, mit Familie Trolldenier verwandter Ehemann von Daniela Steenblock, gab einen kurzen Einblick in die Arbeitsweisen der beiden Künstler. Die Diplom-Designerin Daniela Steenblock zog mit ihrer Familie erst 2011 nach Schleswig-Holstein und lebte bis dahin wie ihr Vater am Bodensee. Die Gegensätze von Tochter und Vater, Nord und Süd, Mann und Frau spiegelten sich in den Arbeiten wieder, sagte Gernot Steenblock.

Jeder habe ein Repertoire von 1000 verschiedenen Buchstaben in seinem persönlichen Alphabet, berichtete er weiter. Um diese Buchstaben aufs Papier zu bringen, werden nicht nur normale Schreibfedern benutzt, auch Coladosenteile oder Bambusröhrchen kommen zum Einsatz. So gehen Kunst und Lyrik eine Symbiose ein, bei der sich der Betrachter Zeit nehmen muss, um zu verstehen. Kalligraphie habe etwas Meditatives und führe zu Entspannung, beruhige die Menschen, die vom Alltagsstress ablassen könnten, berichtete Gernot Steenblock.

Die Ausstellung in der Galerie am Wehlhamm ist bis zum 18. Oktober mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

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