Ruhwarden /Eckwarden Alte Kunstwerke neu entdeckt – unter diesem Motto fanden am Wochenende zum Auftakt der Kunst- und Kulturwochen „Gezeiten“ zwei Ausstellungseröffnungen statt. „Verborgenen Schätze aus der Wesermarsch“ sind nun in der Galerie am Wehlhamm in Ruhwarden und im Eckwarder Gemeindehaus zu bewundern.

Die Einführung in die Werke fand vor einigen der Leihgeber im katholischen Gemeindehaus Oase in Tossens statt. „Wir hatten in den vergangenen Tagen viel zu tun“, sagte Galerist Klaus Trolldenier. Schließlich mussten 100 Gemälde der Doppelausstellung, die sich zum großen Teil in Privatbesitz befinden, an Ort und Stelle gebracht und aufgehängt werden.

Silke und Klaus Trolldenier sowie der Künstler Hartmut Bolte haben die Ausstellung konzipiert. Sie hatten Menschen in der Region dazu aufgerufen, ihre Werke verstorbener Künstler für die Ausstellungen auszuleihen. 34 Leihgeber stellten ihre zum Teil kostbaren Gemälde zur Verfügung. Viele der Bilder sind nun das ersten Mal öffentlich zu sehen.

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Die Ausstellung präsentiere „wichtige zeitgeschichtliche Dokumente aus der Wesermarsch“, sagte Silke Trolldenier und nannte als Beispiel die Werke von Theodor Köppen (1828-1903), Bernhard Winter (1871-1964) oder Wilhelm Morisse (1870-1936), die zu den ältesten Bilder der Ausstellung zählen. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien als Flüchtlinge die Vertreter der zweiten Künstlergeneration in die Wesermarsch gekommen und hätten die hiesige Kunstszene geprägt, führte Silke Trolldenier weiter aus.

Der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes, Hans-Rudolf Mengers, hielt in der Oase den Festvortrag. Er habe sich die Frage gestellt, welchen Sinn und welche Aufgabe Kunst habe. Das Ergebnis: Kunst dürfe nicht nur einem Selbstzweck dienen, sondern müsse den Menschen Muße, Zuversicht und Hoffnung bieten. Zudem gebe Kunst das Zeitgeschehen wieder. Mit den beiden Ausstellungen seien diese Ziele erreicht, lobte Hans-Rudolf Mengers.

Zum Abschluss der Veranstaltung las Sylva Springer aus Klaus Modicks Buch „Konzert ohne Dichter“. In dem Roman geht es um die Entstehungsgeschichte eines berühmten Worpsweder Gemäldes von Heinrich Vogeler.

Die Ausstellung in der Galerie am Wehlhamm (Sonnenstraße 1) ist bis zum 29. September mittwochs, donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Im Eckwarder Gemeindehaus (Eckwarder Straße 9) sind die „Verborgenen Schätze“ ebenfalls bis zum 29. September an den gleichen Tagen von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zu der Ausstellung ist in beiden Häusern frei.

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