Kirchhammelwarden Noch wird fleißig gewerkelt, doch man spürt schon jetzt: Die großen, hellen Räume hier an der Kirchenstraße 126-132 laden zum Wohlfühlen ein. Eine individuelle Betreuung will das Tageszentrum „Villa Schierloh-Strand“ hier in Kirchhammelwarden ab dem 1. Juli bieten. Und es soll noch gemütlicher werden: Mit maritimem Flair und Fototapeten – passend zum Namen – „soll allein durch Eintreten in den Raum Ruhe und Besinnlichkeit ausgestrahlt werden“, begeistert sich Barbara Schinski-Busch, die gemeinsam mit Marcel Schmikale die Geschäfte des Tageszentrums führt. Das Zentrum wird nach der „Villa Golzwarden“ das zweite seiner Art unter dem Dach des Dienstes „Helfende Hände“ in Brake sein.

Bis zu zwölf Gäste können täglich von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr dort verweilen. Gäste? Ja, Gäste: „Wir sind Gastgeber, sie sind unsere Gäste“, erläutert Barbara Schinski-Busch. Wären es mehr als zwölf, so könne man dem Einzelnen nicht mehr gerecht werden, erklärt sie weiter. Und das passt nicht zum Konzept: Individualität und persönliche Betreuung stehen im Vordergrund. „Jeder Mensch hat seine eigenen Neigungen, das vergisst man schnell“, so Schinski-Busch. „Das soll bei uns nicht sein.“ Daher fragen sich die Mitarbeiter immer: „Was hat der Mensch gemacht in seinem Leben?“

So wurden in der „Villa Golzwarden“ beispielsweise mit einem handwerklich engagierten Mann Hochbeete gebaut, die dann mit anderen, gartenbegeisterten Gästen zusammen bepflanzt wurden, erzählt Michael Leibecke, der in der „Villa Schierloh-Strand“ die stellvertretende Leitung übernehmen wird. Individuell beginnen und dann in einer Gruppenarbeit enden, so gehen die Teammitglieder am liebsten vor, um ihr Motto zu erfüllen: „Wir schenken dem Tag mehr Leben.“

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Ein typischer Tag im Zentrum beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, danach stehen Einzel- oder Gruppenaktivitäten und Bewegungsangebote auf dem Programm, erzählt Marita Sayers, die die Pflegedienstleitung übernehmen wird. Nach dem Mittagessen, das auch gerne mal gemeinsam selbst zubereitet wird, gibt es eine Mittagsruhe, für die extra Ruheräume eingerichtet werden. Zum Kaffee gebe es häufig selbst gebackenen Kuchen. Nach einer sich eventuell anschließenden kurzen Aktivität werden die Gäste wieder nach Hause gefahren.

Das Individualitätskonzept werde auch beim Essen eingehalten, heißt es: Das Essen werde auf die Gäste abgestimmt, es werde nach den jeweiligen Vorlieben eingekauft, was beispielsweise den Aufstrich beim Frühstück anbelangt, erzählt Barbara Schinski-Busch. Es dürften auch immer gerne Wünsche geäußert werden, was Mahlzeiten oder Aktivitäten angeht.

Zwischen einem und fünf Tagen in der Woche könne man Gast in der Villa sein. Viele machen sich jedoch Sorgen, wie das bezahlt werden soll. Doch da gibt es Abhilfe: Ab Pflegegrad 2 steht einem ein Betrag für ein Tageszentrum zu. „Über 90 Prozent werden in den allermeisten Fällen übernommen“, so Schinski-Busch (mehr Infos auf tagespflege-brake.de). Auch die Anfahrt ist kein Problem: Ein Fahrdienst ist eingerichtet. Für Unentschlossene ist auch ein „Schnuppertag“ möglich.

Auch wenn der Bedarf für das Tageszentrum da ist, sei es ein großer Schritt, der bewältigt werden müsse, „von der Info, dass wir da sind, die Leute auch hier reinzubringen. Wenn sie erstmal da sind, bleiben sie“, erzählt Marcel Schmikale. „Die Gruppe ist ihre Familie für den Tag“, meint auch Schinski-Busch, und Michael Liebecke ergänzt: „Wir leben alle miteinander.“

Wie das Tageszentrum aussieht, wenn alles fertig ist, können sich Interessierte am 1. Juli anschauen. Dann gibt es von 8 bis 16 Uhr einen Tag der offenen Tür.

Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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