Fedderwardersiel „Seit Montag ist unser Haus immer brechend voll“, freute sich Einrichtungsleiterin Friederike Ehn lachend. „Die Kinder sind alle motiviert und stellen jede Menge Fragen.“ Das bestätigte auch die Grundschullehrerin Christina Blendermann aus Elsfleth, die mit 17 Kindern aus ihrer dritten Klasse im Nationalparkhaus/Museum in Fedderwardersiel zu Gast ist.

Die Kinder seien neugierig und wissbegierig. Einige hätten im Vorfeld des Ausflugs sogar schon im Internet über das Museum recherchiert. Jeweils eine dreiviertel Stunde dauerten die zwei Führungen, die die Klasse 3 c an diesem Vormittag auf dem Museumsgelände machten.

Gästeführerin Renate Knauel klärte ihre jungen Besucher zunächst im Erdgeschoss über die Pflanzen und Tiere an der Küste sowie die Fischerei auf, ein Thema, das bei vielen der Drittklässler auf große Begeisterung stieß. So auch bei dem neunjährigen Finn Strahlmann, der sich am meisten für die früheren Krabbenfischer begeistern konnte. Seine Klassenkameradin Fiona Wemken, die schon einmal vor Jahren mit ihrer Kindergartengruppe das Nationalparkhaus besichtigt hatte, fand dagegen die Seehunde am besten.

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Deichbau erläutert

Weiter ging es für die 17 Kinder aus Elsfleth mit den Themen Wurtendörfer und Küstenschutz im Obergeschoss des Museums. Gästeführer Otto Thies verdeutlichte ihnen unter anderem die Entwicklungsgeschichte des Deichbaus vom manuell angelegten Schutz bis zur heutigen Deicherrichtung mittels moderner schwerer Baumaschinen.

In der Zeit von Montag bis zu diesem Freitag gestalteten die acht Gästeführer in Fedderwardersiel stolze 22 Führungen durch die Ausstellungsräume im Nationalparkhaus, den Rettungsschuppen der Seenotretter und das Außengelände des Museums. Ellen Martens-Münzberg, Elke Evers, Heinz Wilhelm „Teddy“ Rohde, Gisela Bargmann, Otto Thies, Anna Tahden, Annegret Martens und Renate Knauel, die an den Vormittagen im Schichtdienst eingesetzt waren, hatten entsprechend viel zu tun.

Denn es galt, in den vier Tagen mehr als 440 Kinder zu betreuen und Kenntnisse zu den Themenbereichen Wurten und Deichbau, Nationalpark und Salzwiesen, Unterwasserwelten, Seenotrettung sowie Fischerei und Tierwelten zu vermitteln. Aber die freiwilligen Helfer machten es gerne. „Es ist immer wieder eine großartige Aktion. Es ist doch für die Kinder viel schöner, das alles im Museum live mitzuerleben als es aus Büchern in der Schule zu lernen“, meinte Gästeführerin Renate Knauel.

Einmalige Aktion

Veranstalter der Museumstage für Grund- und Förderschulen ist der Museumsverbund Wesermarsch, dem neben dem Nationalparkhaus/ Museum Fedderwardersiel das Handwerksmuseum Ovelgönne, das Künstlerhaus Jan Oeltjen in Jaderberg, das Museum Moorseer Mühle, das Braker Schifffahrtsmuseum und das Museum Nordenham angehören. Die Museumstage fanden in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt. Insgesamt nahmen an dem Ausflug kurz vor den Halbjahreszeugnissen rund 1.300 Kinder aus 80 Klassen und 23 verschiedenen Schulen teil.

In den Museen wurden sie fachlich und ihrem Alter entsprechend betreut. Die Museumstage mit Themen rund um Natur, Technik, Kultur und Geschichte werden vom Landkreis Wesermarsch gefördert, der die Kosten für die Busse zum Transport der Schüler übernimmt. Die Museumstage sind eine in Deutschland einmalige Einrichtung und waren auch in den letzten Jahren sehr beliebt.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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