Elsfleth Nach fünfjähriger Abstinenz hat die Gruppe Raven endlich wieder ein Konzert mit irischen und schottischen Folksongs im Elsflether Heye-Saal gegeben. Eingeladen hatte der Elsflether Kulturverein; Fans aus der ganzen Region kamen am Freitagabend in den Saal, so dass es eng wurde und man fast dem Nachbarn auf dem Schoß saß. Mancher Gast hatte sich schon mit einem Gläschen Whisky oder einem Guinness auf seine Lieblingsband eingestimmt.

Das irische Lebenswasser war aber nicht allein der Grund, warum die Chemie zwischen Raven und Publikum von Anfang an stimmte. Bereits nach dem ersten Stück toste Beifall und beflügelte Sängerin Petra Klein und ihre Mitstreiter Peter Warrelmann, Michael Jaeschke und Christian Macha, die Zuhörer mit typischen Instrumenten und authentischem Dialekt in ein Irland-Feeling zu versetzen.

Mit wummernder Bodhran enterten Raven musikalisch einen alten Seelenverkäufer, der gemeinsam mit seinem Kapitän längst Schlagseite hat. Bei einem der schönsten und lyrischen Songs – „Bonnie glen shee“ – startete anschließend Petra Klein a cappella, ehe Peter Warrelmann mit seinem Bariton einfiel – Gänsehautgesang pur.

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Mit lockerer Plauderei leiteten Raven in die nächsten Folksongs über, stets fanden die sie dabei eine humorige Parallele zwischen den freiheitsliebenden, trinkfesten Iren und den maritimen Elsflethern. Tanzen mochten die deutschen Nordlichter zwar nicht – aber mitsingen, das klappte wie bei einem großen Chor: zum Beispiel beim Song „The wild rover“. Das Publikum jubelt minutenlang den Refrain des Songs, dessen deutsche Version unter dem Titel „An der Nordseeküste” zum Hit wurde.

Im riesigen Fundus der Band, die seit über dreißig Jahren erfolgreich ist, finden sich die typischen Jigs und Reels. Michael Jaeschke forderte seiner Geige das Letzte ab, Peter Warrelmann und Petra Stein ließen mit ihren Mandolinen die Flöhe der „Black cavalry“ hüpfen, und Christian Macha hatte besondere Freude an Trennungsliedern, die gar nicht wehmütig ausfallen. Irgendwann gehen auch die schönsten irischen und schottischen Stunden zu Ende. Aber nicht ohne die heimliche Nationalhymne aller Sänger und Säufer von der grünen Insel: „Whiskey in the Jar“ erkämpfte sich das begeisterte Publikum nach über zwei Stunden als Zugabe.

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