Berne Da kann die moderne Technik mit ihren elektronischen Errungenschaften beim Fahrzeugbau noch so viele Vorteile bringen – einen echten Borgward-Fan überzeugt so etwas nicht.

„Es ist einfach ein tolles Gefühl, mit solchen alten Autos unterwegs zu sein. Man fühlt sich irgendwie so sicher darin“, versuchte Anne Hinz, die bis zum vergangenen Jahr 21 Jahre lang den Vorsitz des Bremer Borgward Clubs hatte, ihre Begeisterung für dieses Hobby zu beschreiben. „Vor allen Dingen hört man sofort, wenn der Motor ein Geräusch macht, das da nicht hingehört. Besonders nett ist bei Ausfahrten der hochgestreckte Daumen, der einem von den Überholenden immer wieder gezeigt wird“, fügte ihr Freund Jan Duhn schmunzelnd hinzu. Mit seinem Isabella Coupé, Baujahr 1957, waren beide zum Borgward-Treffen ins Bardenflether Oldtimer-Museum gereist.

In Bremen gebaut

Es mache bei den Ausfahrten und Rallyes immer wieder Spaß, zu zeigen, was für tolle Autos einst in Bremen gebaut wurden, findet Duhn, der genau wie sein Vater früher einmal bei dem Autobauer gearbeitet hatte. Sein weißes Coupé, dessen Ablage und Heckklappe von unzähligen Rallye-Teilnehmer-Plaketten übersät ist, musste dank der guten Pflege nach 52 Jahren in seinem Besitz noch nie aufwendig restauriert werden.

Das zweifarbige Isabella Coupé von Rosi und Heinz Vossberg, das mit zu den zehn Gast-Borgwards verschiedenster Modelle bei Helga Becker und Peter Humpe gehörte, hat sogar ein Schiebedach. Bei den immer wieder niedergehenden Schauern musste es jedoch am Sonntag geschlossen bleiben.

Während die Mitglieder des Borgward-Clubs dem Oldtimer-Museum regelmäßig ihre Aufwartung machen, war es für Max Heerdegen und Walter Gilster der erste Besuch. Die beiden Osterholzer sind begeisterte Kreidler-Florett-Fahrer. „Ich musste erst einmal auf der Fähre erklären, dass das Moped trotz großem Nummernschild nur 49 Kubik und zweieinhalb PS hat“, so Heerdegen, der mit den 80 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit mehr als 5000 Kilometer im Jahr damit zurück legt. Regelmäßig gehöre eine Fahrt in seine alte fränkische Heimat dazu, sagte er. Das Oldtimer-Museum gefiel ihm und seinem Kumpel sehr gut.

Neues zu entdecken

„Viele Oldtimerfans wissen inzwischen, dass es in unseren Hallen immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt“, waren Gastgeber Helga Becker und Peter Humpe mit dem Besucherandrang sehr zufrieden.

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