FEDDERWARDERSIEL Die Gezeiten der Nordsee kommen und gehen. Nicht aber die Butjadinger „Gezeiten“, denn die Kunst- und Kulturwochen finden seit nunmehr 24 Jahren statt. Dies sei ein sehr schönes Zeichen für Nachhaltigkeit, lobte Landrat Michael Höbrink die Frauen und Männer, die ehrenamtlich allen finanziellen Unbilden trotzen, um ein sehenswertes Kulturprogramm auf die Beine zu stellen.

Das bieten auch die bis zum 26. September mit 16 Veranstaltungen stattfindenden 25. „Gezeiten“-Wochen, die am Sonnabend mit einem Festakt im Nationalparkhaus und Museum in Fedderwardersiel feierlich eröffnet wurden. Zu den Gästen gehörte auch der 82-jährige Hergen Auffarth aus Ruhwarden. Er ist der Initiator der Butjadinger Kunst- und Kulturwochen und war 15 Jahre Leiter des „Gezeiten“-Arbeitskreises.

Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg dankte den Mitgliedern des heutigen Arbeitskreises für die interessanten und niveauvollen „Gezeiten“-Wochen 2010. „Was wäre unsere Gesellschaft ohne diejenigen, die nicht fragen, was bekomme ich dafür, welchen Nutzen habe ich davon“, lobte Blumenberg das Engagement der Organisatoren. Sie zeigten, dass es nicht nur auf Geld, sondern insbesondere auf Einsatz und Kreativität ankomme.

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„Wir wollen zeigen, dass wir ein Interesse am Erhalt aller kulturellen Errungenschaften haben. Dafür brauchen wir aber die auch finanzielle Unterstützung der Politik, denn Kultur kostet Geld“, sagte Klaus Trolldenier. Der Leiter des „Gezeiten“-Arbeitskreis nutzte die Eröffnung der 25. Butjadinger Kunst- und Kulturwochen zudem zu einem Rückblick bis zu den Anfängen.

Die „Gezeiten“ füllten eine Nische. Nicht die Besucherzahl, sondern die Qualität der jeweiligen Veranstaltung stehe im Vordergrund. Dabei habe der Arbeitskreis erfahren, dass mit Engagement Kulturgut erhalten werden kann. Altes bewahren und Neues integrieren, sei das Ziel.

Eine besondere Überraschung hatte sich Arbeitskreis-Mitglied Silke Trolldenier ausgedacht. Sie belohnte ihre Mitstreiter mit einer „Flaschenpost“ und einem kurzen Reim, der die besonderen Eigenschaften des jeweiligen Mitglieds charakterisierte.

Um Kunst und Kultur bewahren zu können, seien leistungsstarke Kommunen erforderlich, machte der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel in seinem Festvortrag mit dem Thema „Kultur in der Waagschale“ deutlich (Hierüber wird die NWZ  noch berichten).

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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