Friedrich-August-Hütte Die Partygänger in Nordenham scheinen in diesem Jahr ein wenig vom Pech verfolgt zu sein. Nachdem Ende Juli das Wesermove-Festival wegen eines Unwetters von jetzt auf sofort abgebrochen werden musste, hat am Sonnabend auch der Auftritt der Gruppe Black Jack bei der Benefiz-Fete „Rock in the Factory“ ein abruptes Ende gefunden. Durch eine Unachtsamkeit war in der kurzen Pause schon nach dem ersten Set ein Getränkebecher am Technikpult umgekippt und die Flüssigkeit ins Mischpult gelaufen.

Nichts ging mehr. Zwar schaffte das Jahnhallenteam flugs Ersatz herbei, doch es gelang in der Eile nicht, die Netzwerkverbindung zu stabilisieren und den Sound zurück zur Band auf die Bühne zu projizieren. So war plötzlich Schluss mit Live-Musik. Und fortan heizten – notgedungen – Hits vom Band ein.

„Es war ein großes Pech. Niemand konnte etwas dafür. Der Stimmung aber tat es absolut keinen Abbruch“, sagt Mitorganisator Peter Jessen, „bis 2 Uhr nachts wurde ausgelassen gefeiert.“ Er versicherte: „Wir werden versuchen, Black Jack fürs nächste Jahr noch einmal zu verpflichten.“ Denn es hatte alles so vielversprechend angefangen. 470 Partygänger scharrten sich um die Getränke- und Imbissstände, die der Nordenhamer Serviceclub Round Table in und vor der zum Konzertsaal umfunktionierten Ausstellungshalle des Autohauses Gebrüder Müller in FAH zur inzwischen zwölften Auflage von „Rock in the Factory“ aufgebaut hatte.

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16 aktive Round Tabler und zu ihrer Unterstützung 10 Old Tabler waren gekommen, um beim Aufbau und beim Service kräftig mit anzupacken.

Zum Anheizen als Vorband spielte die Jugendgruppe Hard Birth auf. Die jungen Musiker, die sich in einem Band-Projekt der Jahnhalle vor zwei Jahren zusammenfanden, um gemeinsam fetzige Musik zu machen, servierten erfrischende Interpretationen bekannter Pop- und Rocknummern. Die Zuhörer waren begeistert und forderten zweimal Zugabe. „Die waren noch nie so gut wie heute. Alle Achtung“, schwärmte zum Beispiel Christine Sassen-Schreiber.

Beste Voraussetzungen für die fünf Musiker der Gruppe Black Jack aus Jever und Wilhelmshaven draufzusatteln. In ihrem Gepäck hatten sie Rockklassiker aus den vergangenen vier Jahrzehnten. Ihr Repertoire reicht von den Rolling Stones und AC/DC bis zu Robbie Williams. Das Publikum verhielt sich zunächst zwar noch etwas abwartend verhalten, taute dann aber schnell auf. Die ersten begannen, vor der Bühne mitzuklatschen, zu kreischen und zu tanzen. Black Jack hatte sie gepackt. Es versprach, eine heiße Nacht zu werden. Doch dann der Fauxpas…

So ärgerlich dieses Missgeschick auch war, das Ziel von „Rock in the Factory“ wurde dennoch erreicht: Eine große Party-Sause auf der einen Seite, das Klingeln in der Kasse für den guten Zweck auf der anderen. Mit dem Erlös des Konzerts werden Projekte in der Kinder- und Jugendarbeit unterstützt. Im vergangenen Jahr, als 5500 Euro zusammenkamen, wurden die Jugendhilfe am Meer, der Kindergarten St. Willehad sowie die Kinder- und Jugendfarm in Blexersande gefördert. Wie viel Geld „Rock in the Factory“ diesmal einspielte, wird erst die Schlussabrechnung zeigen. Eines steht allerdings schon fest: Geld gibt es auf jeden Fall zum Kauf von Instrumenten für die Bass-Arbeitsgemeinschaft der Jahnhalle.

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