Nordenham Wie oft die Gruppe Prime Time in den vergangenen 25 Jahren auf der Bühne gestanden hat, kann Jörg Eilers, genannt Fete, nicht sagen. Aber es dürften zwischen 300 und 400 Auftritte gewesen sein. Die wohl bekannteste und populärste Band der Stadt steht für ein Vierteljahrhundert Nordenhamer Musikgeschichte. Ein Jubiläum, das nicht viele Musikgruppen schaffen. Und ein Grund zum Feiern. Fete Eilers und seine Mitstreiter wollen das tun: am Sonnabend, 10. Mai, in der Friedeburg.

Geld für Übungsraum

Die Urbesetzung der Partyband hat ihre Wurzeln in der Gruppe Please Stop Talking. Nach der Auflösung von PST blieben Jörg Eilers und die Maréchal-Brüder Tommy und René übrig. „Irgendwie mussten wir die Kohle für den Übungsraum zusammenraffen“, erinnert sich Jörg Eilers. So wurde Prime Time aus der Taufe gehoben. Detlef Kramer, Frank Löwenkamp und Jörg Lübken kamen dazu. „Wir wollten Covermusik machen, auf die wir Bock haben“, erzählt Jörg Eilers. Das war seinerzeit relativ neu und mit den klassischen Tanzveranstaltungen, wo die Besucher zu „Schützenliesel“ und „Rosamunde“ schunkelten, nicht unbedingt kompatibel.

Das erste große Konzert hatte Prime Time im Sommer 1989 auf dem Nordenhamer Stadtfest. Es dauerte bis zum Jahre 1998, als die Band ihr Programm erstmals bei einer Hochzeitsfeier spielte. Und weil dieser Abstecher auf ungewohntes Terrain auch ohne Rumtata funktionierte, eröffneten sich völlig neue Perspektiven für die Band.

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Zur Jahrtausend-Wende bekam Prime Time einen weiteren Schub. Bei der Millenium-Party auf dem Nordenhamer Marktplatz, wo in Sachen Technik das Feinste vom Feinsten aufgefahren wurde, ist ein Mitschnitt entstanden, der sich als exzellente Visitenkarte erwies. Und so wurde der Radius der Gruppe immer größer. Nachdem sie sich in Nordenham und Bremerhaven bereits eine beachtliche Fan-Gemeinde erspielt hatte, wurde die Band im ganzen Oldenburger Land und darüber hinaus gebucht: für Bälle jeder Art, Familienfeiern und Stadtfeste, zum Beispiel in Varel, Cuxhaven und Oldenburg.

Beatles und Mr. Williams

Zu den Höhepunkten in den vergangenen 25 Jahren gehörten die Projekte, zum Beispiel die Beatles-Abende und das Robbie-Williams-Programm. Die Konzerte „Rock am Hafen“ gehören für Fete Eilers ebenfalls zu den Höhepunkten.

Zur aktuellen Besetzung gehören Jörg Eilers (Gitarre), Tommy Maréchal (Gesang), Diana Schmidt (Gesang), Sven Kretschmer (Keyboard), Detlef Kramer (Bass), Raphael Funk (Percussion) und Michael Ehré (Schlagzeug). Ein Ende der Prime-Time-Geschichte ist zurzeit nicht in Sicht. „Wir planen das nicht“, sagt Jörg Eilers. „Die Frage, ob wir weitermachen wollen, stellen wir uns immer dann, wenn die ersten Anfragen fürs nächste Jahr kommen.“

Ermüdungserscheinungen sind nicht erkennbar. „Wir sind keine Zweckgemeinschaft, sondern eine Art Familie“, sagt der Gitarrist. „Da fliegen auch mal die Fetzen.“ Jörg Eilers freut sich aber über die „vorbildliche Streitkultur“ in der Band. Für ihn ist das ein Erfolgsrezept für den Zusammenhalt. Deshalb ist er zuversichtlich, dass das letzte Kapitel der Bandgeschichte noch längst nicht geschrieben ist. „Ich glaube, Prime Time wird es noch lange geben. Die Lehrerband wollen wir auf jeden Fall toppen“, sagt Jörg Eilers mit einem Augenzwinkern. Die rockenden Pauker feiern in diesem Jahr übrigens ihr 40-jähriges Bestehen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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