„Ausser Kontrolle“: 15 Aufführungen im Güterschuppen

Insgesamt 15-mal führt das Theater Fatale die Komödie „Außer Kontrolle” auf: am Donnerstag, 20. September, Sonnabend, 22. September, Sonntag, 23. September, Donnerstag, 27. September, Freitag, 28. September, Sonnabend, 29. September, Donnerstag, 4. Oktober, Sonnabend, 6. Oktober, Sonntag, 7. Oktober, Donnerstag, 11. Oktober, Freitag, 12. Oktober, Sonnabend, 13. Oktober, Donnerstag, 25. Oktober, Sonnabend, 27. Oktober, sowie am Sonntag, 28. Oktober, jeweils ab 20 Uhr. Einlass ab 19 Uhr.

Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftstelle von Nordenham Marketing & Touristik (NMT).

Auf der Bühne sind in der neuen Aufführung Birgit Glückselig, Petra Könitzer-Krüger, Inge Hoppe, Nicole Funk, Detlef Glückselig, Rolf Wilkens, René Marechal, Olaf de Grave und Harri Kühn zu sehen.

Die Eröffnung des Güterschuppens für geladene Gäste findet am Freitag, 15. September ab 19 Uhr statt. Zu einem Tag der offenen Tür lädt Theater-Fatale für Sonnabend, 15. September, von 10 bis 18 Uhr ein.

Auch körperlich müssen die Darsteller Höchstleistungen bringen. Die Renovierungs-Arbeiten im ehemaligen Güterschuppen sind inzwischen so gut wie abgeschlossen.

Von Jens Milde

Nordenham Vladimir Egorov sitzt auf einem Hocker und schaut sich die Probe von ganz hinten an – regungslos, ernst, hoch konzentriert. Seine Anweisungen dosiert er sparsam. Hin und wieder kommt er nach vorne. Wenn ihm etwas besonders gut gefällt, huscht ein Lächeln über sein Gesicht, und als Anerkennung formt er aus Daumen und Zeigefinger einen Ring. Manchmal ist er nicht zufrieden. Dann unterbricht er die Probe. Aber das kommt an diesem Montagabend nur selten vor. Im Großen und Ganzen steht das Stück.

Am Donnerstag, 20. September, feiert Theater Fatale Premiere mit der britischen Boulevard-Komödie „Außer Kontrolle“. Es ist keine gewöhnliche Premiere für den Verein. Erstmals findet die Aufführung im Alten Güterschuppen an der Müllerstraße statt. Seit vielen Monaten sind die Fatalen dort am Werkeln. Während die Schauspieler auf der Bühne an den Details feilen, heult nebenan die Kreissäge. Die Holzplatten für die Theke werden zugesägt. Es sind auch einige Malerarbeiten zu erledigen. Bis kommenden Freitag, wenn die Fatalen ihr neues Domizil einweihen, muss alles fertig sein.

Regisseur Vladimir Egorov, den die Fatalen für ihr neues Stück verpflichtet haben, hat auch schon unter anderen Bedingungen gearbeitet. Er hat am Theater-Institut in Moskau studiert. Er ist Profi-Regisseur und hat meistens mit Profi-Schauspielern zu tun. Aber auch die Arbeit mit Amateuren macht dem aus St. Petersburg stammenden Mann große Freude. Und als er sich in einer kurzen Probenpause hinter dem Güterschuppen eine Zigratte anzündet, lobt er die Nordenhamer Darsteller: „Die machen ihre Sache wirklich gut.“

Die härtesten Job hat sicherlich Detlef Glückselig. Er spielt den Staatsminister Richard Willey, der sich mit der Sekretärin der Opposition in einer noblen Hotel-Suite zum Schäferstündchen verabredet. Das Tête-à-tête gerät allerdings völlig außer Kontrolle. Ein toter Detektiv, eine misstrauische Hotelmanagerin und ein durchtriebener Kellner sind nicht die einzigen Probleme, mit denen sich der Minister herumplagen muss.

Für Detlef Glückselig ist es die wohl anspruchsvollste Rolle, mit der er bislang zu tun hatte. Die Komödie hat ein irrsinniges Tempo, das ein wenig an Billy Wilders „Eins, zwei, drei“ mit James Cagney erinnert. Die Bühne ist gerade einmal acht Meter breit. Detlef Glückselig hastet pausenlos von einer Ecke in die andere. Nach jeder Probe hat er einen Langstreckenlauf absolviert. Dass er sich ständig den Schweiß von der Stirn wischen muss, liegt nicht nur an den Schwierigkeiten, die er sich mit seiner heimlichen Verabredung eingebrockt hat.

Drei Monate haben die Fatalen geübt. Nun freuen sie sich darauf, dass es bald losgeht. Die Zeiten des Wandertheaters sind vorbei. Erstmals können die Fatalen in den eigenen vier Wänden zeigen, was sie drauf haben – Tanz und Pantomime inklusive. Das Publikum kann sich auf eine Hochgeschwindkeits-Komödie voller Pointen freuen.

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