Nordenham Es ist schon komisch, wenn drei 14-jährige Mädels auf Alt geschminkt in Oma-Klamotten und unter einem verstaubten Gemälde von dem Greis mit Monokel und gezwirbelten Bart zu ihrem Schulkameraden sagen: „Wie reizend Sie lügen, junger Mann.“ Und: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich meine Schwester auf ihre alten Tage noch mit einem so jungen Hüpfer wie Sie einlässt.“ Derartige Wortwechsel erlebten die Zuschauer bei dem gut besuchten Fatalissimo-Abend im Güterschuppen des Theaters Fatale.

Schwarzer Humor

Lara Köhler, Lynn Chiara Willhaus und Lena Immens sind Achtklässler am Nordenhamer Gymnasium. Sie schlüpften als Chrysantheme, Amalie und Narzisse in die Haut der „Drei reizenden Damen“. Dabei handelt es sich um spritzige, schwarzhumorige Schwestern, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters keineswegs nur mit Häkeln beschäftigt sind. Die drei Ladies sind kriminalistisch gehörig durchs Ohr gebrannt.

Auf der Bühne des Theaters Fatale legten sie in zwei amüsanten Sketchen mit Trickbetrüger Strietze und einem Heiratsschwindler auch gleich zwei schwarze Schafe aufs Kreuz. Der eine sprengte sich fast in die Luft, der andere verriet sich selbst der Polizei. Beide überzeugend gespielt von Otis Jaudszim. Und die drei illustren Damen? Sie rieben sich die Hände.

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Mit den beiden Kriminalgrotesken aus der Feder von Manfred Haug betritt das Theater Fatale in seinem Experimentalprojekt Fatalissimo im dritten Jahr und zum dritten Mal neues Terrain. Am Freitagabend feierte das Programm Premiere vor fast ausverkauftem Haus. Einmal mehr fördert das Theater Fatale damit den Nordenhamer Schauspielernachwuchs. Einmal mehr hat der Verein damit auch ein Zeichen gesetzt.

Musik mit Hard Birth

Lang anhaltender Applaus war den vier jungen Mimen und der gleichaltrigen Regieassistentin und Souffleuse Vera Weitkamp jedenfalls sicher. Mit viel Leidenschaft und Rhythmus begleitet wurde das junge Theater-Quintett von der Nachwuchsband Hard Birth. In neuen T-Shirts und mit ihrer neuen Sängerin Davina Carstens lieferten Ben Minßen (Keyboard), Sebastian Schmidt (Schlagzeug), Aliya Candogan (Bass), Jan Spohler und Ben Göckemeyer (E-Gitarre) die bei mittlerweile zahlreichen Auftritten von Hard Birth gewohnte Klasse. Auf der Bühne stand auch noch einmal die frühere Sängerin Lisa-Marie Dindas, die demnächst Tschüs sagen wird, um für ein Jahr in den USA zur Schule zu gehen.

Für zwei weitere Auftritte der „Drei reizenden Damen“ und der Nachwuchsband Hard Birth öffnet das Theater Fatale den Vorhang am Freitag, 22. April, um 19.30 Uhr und am Sonnabend, 23. April, um 17 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Vereins Nordenham Marketing & Touristik (Telefon   93640) am Marktplatz.

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