ATENS „Das ist köstlich“, sagt Tjark Behnke, nachdem er in sein Stockbrot gebissen hat. Dass der Teig in der Mitte noch leicht klebrig ist, stört den Elfjährigen nicht. Gleich daneben hat sich jemand einen Bratapfel am Lagerfeuer gemacht. „Essen kann ich den zwar nicht, ich wollte auch nur wissen, wie lange es dauert, bis ein Apfel anfängt zu brennen“, verrät der Nachwuchswissenschaftler und fügt enttäuscht hinzu: „Aber er ist nur verkohlt und hat gar nicht gebrannt.“

Am Salatbuffet bilden sich die ersten Schlangen, der Tisch ist reichlich gedeckt. Draußen stehen die Männer und brutzeln Steaks und Bratwurst.

Dankeschön an die Helfer

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Rund 150 Besucher haben sich im Atenser Pfarrgarten eingefunden, um das Fest der evangelischen Kirchengemeinde Nordenham zu feiern. „Dieses Fest ist eigentlich ein Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die immer wieder mit anpacken in der Kirchengemeinde", sagt Anja Behnke vom Kirchenrat, „doch wir wollten die Gemeinde natürlich nicht ausschließen.“ Und schon war die Idee vom Gemeindefest geboren.

Los geht es mit einem Open-Air Gottesdienst. Pastorin Heike Boelmann leitet die rund 45-minütige Einführung in den Abend. Die vielen Kinder können währenddessen im Garten spielen. „Das ist toll, wenn die Kinder sich frei bewegen können“, freut sich Anja Behnke. Begleitet wird die kurzweilige Veranstaltung vom zusammengewürfelten Posaunenchor. Zusammengewürfelt, weil Nordenhamer und acht „Horksche“, so nennen sich die Bewohner Horkas in der Nähe von Görlitz, gemeinsam musizieren. „Wir haben nur zweimal zusammen geprobt, dafür hat es sehr gut funktioniert“, erzählt Hagen Dreher, Posaunenchorleiter aus Horka. Und nach dem Gottesdienst wird natürlich angestoßen – auf die gute Zusammenarbeit und was einem sonst noch so einfällt. „Man trifft sich ja nicht so oft, das muss man dann ausnutzen und auch zusammen feiern“, sagt der Nordenhamer Posaunenchor-Leiter Jens Wragge.

Für Peter Stoewhase fängt die Arbeit erst an. Zusammen mit den vielen Kindern bastelt er das Segelschiff „Pauline“ zusammen. Aus nummerierten Einzelteilen wird die Yacht zusammengebaut und bekommt am Ende sogar ein echtes Segel, das auf dem Rasen wippt, als wäre es auf hoher See. Der dreijährige Anton und der zehnjährige Leon Weiß sind sich einig: „Das war toll, das Aufbauen hat viel Spaß gemacht.“

Pyromanisch veranlagt

Und danach geht es auch endlich mit dem los, worauf die Kinder schon die ganze Zeit gewartet haben: Pastor Hartwig Dede, der sich selbst scherzhaft als „leicht pyromanisch veranlagt“ bezeichnet, entzündet das große Lagerfeuer. Jetzt schnitzen die Kinder die Stöcker zurecht und Marianne Derra verteilt die 2,5 Kilogramm Stockbrotteig.

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