Esenshamm Eine Welturaufführung bekam das Publikum am Freitagabend im Esenshammer Hof zu sehen. Das Stück „Wumken, Wiever, Waidmannsheil“ hatte schon vor den Aufführungen Gesprächsstoff geboten, so dass die Laiendarsteller einen zusätzlichen Termine ansetzen, um alle Kartenwünsche zu erfüllen. Die plattdeutsche Komödie strapazierte ordentlich die Lachmuskeln der rund 120 Premierenbesucher, der Dreiakter stammt von Erich Koch und Marieta Ahlers.

„Sauberkeit ziert“

Um es vorweg zu sagen: Die elf Darsteller freuten sich nach bestens überstandener Uraufführung zu Recht über den Applaus. Die launige und turbulent in Szene gesetzte Handlung um hochprozentigen Schnaps, um derbe Bauern auf Freiersfüßen und verliebte Froonslüü nimmt langsam, aber stetig Fahrt auf. „Sauberkeit ziert“, steht auf dem Küchenhandtuch von Bauer Hauke (Reiner Klatt), der mit seinem Vater Arne (Hartmut Reese) unter einem schmuddeligen Dach lebt. In dieser Junggesellenbunde ist nichts sauber: „Hier fehlt eindeutig die Hand einer Frau“, meckert die Nachbarin Frieda Bredendiek (Marianne Hartmann).

Das ist jedoch angesichts des verlotterten Haushaltes gar nicht so einfach. Zudem stinkt es hier meilenweit zum Himmel, denn Arne betreibt heimlich eine Schnapsbrennerei. Gerne genehmigt er sich mit seinem Nachbarn Gerd (Ralf Müller) einen gehörigen Schluck Wumken. Das sei Medizin, tönt Hauke: „Dieses Kraut hilft gegen alles, sogar gegen Schweißfüße.“

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Langohr vermisst

Der Dorfpolizist Jens Petersen (Hergen Luers) ist diesem gutem Tropfen ebenfalls nicht abgeneigt und lässt seine Anzeige im Tausch gegen eine Flasche des guten Tropfens verschwinden. Der Dösbaddel Gerd kommt eines Tages mit einem toten Kaninchen vorbei, die Herkunft dieses Sonntagsbratens ist allerdings mehr als fragwürdig. Die Nachbarin von Hauke und Arne vermisst nämlich ein Langohr. Frieda hat sich in den Altbauern Arne verliebt und hofft an ihr Ziel zu kommen, wenn sie ihm hilft, seinen Sohn Hauke unter die Haube zu bringen. Sie meldet ihn angeblich bei „Bauer sucht Frau“ an, daraufhin kommen die grazilen Schönheiten Olga (Edith Hedemann) und Hanna (Kerstin Kayser) ins Spiel.

Und auch der Tierarzt Jan (Fred Manthey) bekommt einen Hormonschub, denn er hat ein Auge auf Gerds Tochter Imke (Elke Beerepoot) geworfen. Welche Rolle in dieser Verkupplungsaktion Ilse Brause (Marieta Ahlers) spielt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Schließlich hat auch die Kommissarin Hansen (Bettina Roth) Wind von dem ganzen Durcheinander auf dem Bauernhof bekommen. Sie nimmt die Spur auf nach verschwundenen Kaninchen, nach selbstgebranntem Schnaps und nach verrückten Wievern, die das Blut der Männer ordentlich in Wallung bringen – nicht zuletzt durch die Mithilfe rosafarbener Liebestropfen.

Die Darsteller des Esenshammer Spielschar haben die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde bestens unterhalten. Der Spielleiter Ralf Müller hat das mit vielen humorvollen Szenen gespickte Stück turbulent in Szene gesetzt. Die Souffleuse Kerstin Bouda musste wenig aushelfen, für das gelungenen Bühnenbild und für die Technik sorgen auch bei den weiteren Aufführungen Peter Ahlers, Wilhelm Hoyer, Gerhard Rohde, Uwe Schicke und weitere Helfer.

Infolge der große Nachfrage gibt es an diesem Montag ab 19.30 Uhr einen Zusatztermin.

Auch zu den Aufführungen am Mittwoch, 5. April, am Donnerstag, 6. April, jeweils ab 19. 30 Uhr sowie am Sonntag, 9. April, ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen gibt es nur noch wenige Restkarten, die an der Abend- oder Nachmittagskasse erhältlich sind. Weitere Auskünfte gibt die Familie Falk unter Telefon 2 57 66.

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