SEEFELD Großformatige Radierungen, Aquatinta und Lichtinstallationen sind jetzt in der Seefelder Mühle zu sehen. Dort stellen bis zum 22. September drei junge polnische Künstlerinnen aus.

Die Vernissage fand am Freitagabend im kleinen Kreis statt. Vor zwei Jahren hatte die Ausstellungsleiterin Meike Janßen eine der Künstlerinnen, Ilona Djoniziak, kennengelernt. Und nun reisten Katarzyna Lewandowska und Ilona Djoniziak an. Die dritte, Sara Tomczyk, ist nur mit ihren Werken vertreten.

Lust am Experiment

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Meike Janßen lobte bei den Arbeiten die Lust am Experimentieren mit verschiedenen Techniken und sprach von einer hohen künstlerischen Qualität. Tatsächlich gibt es interessante Mixturen unterschiedlicher Materialien. Sara Tomczyk etwa wählte ein Bildnis des jungen Boy George, schuf daraus eine Aquatinta-Radierung und legte diese über einen Digitaldruck. „Die Arbeiten sprechen von viel Fleiß“, sagte Meike Janßen und erläuterte den aufwendigen Entstehungsprozess eines Aquatinta-Bildes.

Die Werke zeichneten sich durch Detailverliebtheit und hohes technisches Können aus. Katarzyna Lewandowska ließ sich durch den berühmten Belvedere-Torso im Vatikan inspirieren und schuf ein exaktes Bild des Torsos aus Graphit und Kohle, das sie mit groben Acrylfarben für die im Original nicht vorhandenen Extremitäten – also Arme und Beine – kombinierte.

Das Interesse an Körpern und an der Anatomie zeige sich auch an der Beziehung zwischen Torso und dem eigenen Schatten, ein Thema der anderen Arbeiten. Mit Wandfarbe und Kaltnadelradierungen agierte Ilona Djoniziak. Die Bilder seien eine Momentaufnahme aus einem Traum und Erfahrungen, die in der Realität nicht mehr erlebt werden müssten. Die Erfahrung bleibe hingegen im Bild erhalten und bewirke eine seelische Reinigung, erläuterte die Künstlerin.

Ein glücklicher Mensch

„My work is so sad, but I am a happy person“, sagte die 23-jährige, deren Gesichter oft verzerrt wie im Schrei sind. Verstärkt wird diese Wirkung durch die zwei Lichtinstallationen, wo mehrere Kaltnadelradierungen hintereinander geschichtet sind. Die mit einem dynamischen Strich angefertigten Radierungen haben eine unglaubliche räumliche Tiefe, die den bedrohlichen Gesichtsausdruck noch unterstützt. Der Spaß am Experimentieren zeigt sich auch beim Einsatz einer Camera obscura, mit der Ilona Djoniziak interessante Fotos schafft, die wie Mehrfachbelichtungen wirken und nicht digital überarbeitet wurden

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