Brake Ingeborg Wunderlich geht seit vergangenem Winter mit ganz anderen Augen ins Theater. Da stand sie als Statistin bei der Niederdeutschen Bühne zum ersten Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten. „Was da alles an Technik dahintersteckt ist beeindruckend“, sagt sie. Auch ihr Mann Karl-Heinz wirkte beim Stück „Dat Kortenspill“ mit und ist noch heute begeistert von seinen Erfahrungen. Und das, obwohl sein Engagement zuerst „nicht ganz freiwillig war“, wie er schmunzelnd berichtete. Manuela Schöler von der Niederdeutschen Bühne habe eine andere Antwort als ein Ja nicht akzeptiert. Als Statisten dabei waren auch Gisela Thompson, Tim und Mark Würdemann und Erika Fitzke.

Wie eine Familie

Licht, Kulissen, Kostüme, Vorhang, Catering – das alles wird bei der Niederdeutschen Bühne Brake von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt. Und das auf sehr professionellem Niveau.

Die Theaterwelt hat eine ganz besondere Atmosphäre, findet Gisa Böning. „Ich war anfangs nervös und tüdelig. Da wurde mir geraten, mich auf der Bühne zu bewegen wie zu Hause. Die Aufregung hat sich dann gegeben“, erzählt sie.

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Besonders beeindruckt hat sie, wie sehr sich alle gegenseitig geholfen hätten. „Wir sind während der Probenzeit wie eine Familie zusammengewachsen“, sagt sie.

Genau dieses besondere Gefühl ist es auch, dass Bühnenchefin Ute Seyberth immer wieder eine Gänsehaut verschafft. „Ich fand es toll zu sehen, was für eine Entwicklung bei den Statisten zu sehen war. Bei der ersten Kostümprobe war ich richtig berührt.“ Besonders hervorheben will das Team der Niederdeutschen Bühne den Einsatz von Tom Jacobs. Der 14-Jährige war eine Woche vor der Premiere für einen erkrankten Darsteller eingesprungen und hatte wenig Zeit zu proben. Trotzdem hat er die Herausforderung gut gemeistert. „Er brauchte besonderen Mut, denn er stand im Stück als erster auf der Bühne“, erzählt Manuela Schöler.

Tom selbst sah seinen Einsatz entspannt. „Ich bin an den Aufführungstagen immer erst spät ins Bett“, erinnert er sich. „Toll fand ich, dass meine Freunde das Stück angesehen haben.“ Er kann sich vorstellen, nochmals bei einem Stück der Niederdeutschen Bühne mitzuwirken.

Mitspieler gesucht

Das freut Ute Seyberth und Manuela Schöler. Sie sind immer auf der Suche nach neuen Mitspielern – momentan für ein Stück, das im Herbst Premiere feiern soll. Mit „Der Untergang der Pamir“ hat sich die Bühne ein schwieriges Thema vorgenommen. Bei der Schiffskatastrophe im Jahr 1957 waren während eines Hurrikans westlich der Azoren 80 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele junge Kadetten.

Für die geplante Inszenierung braucht die Niederdeutsche Bühne vor allem männliche Statisten. Sie brauchen keine Erfahrung im Theaterspielen und können sich bei Heino Buerhop unter Telefon  04401/81202 melden. Eine tolle Gelegenheit, auch einmal die ganz besondere Atmosphäre der „Theaterfamilie“ kennen zu lernen.

Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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