Reitland Da waren alle sehr erleichtert, als am Sonnabend bei der umjubelten Premiere endlich die Vorhänge fielen. Mit tosendem Schlussapplaus wurden die acht Darsteller in den wohlverdienten Abend mit anschließendem Theaterball entlassen.

Nahezu fehlerlos

Hinter den Akteuren der Reitlander Speelschar lag nicht nur eine fast fehlerlose Aufführung, die die Zuschauer zu vielen Lachsalven anstachelte und sie zum Toben brachte. Mit der gelungenen Premiere fiel allen Beteiligten auch ein dicker Stein vom Herzen. Denn was sie in den zurückliegenden Wochen an Engagement und Einsatzbereitschaft gezeigt hatten, war sehr beeindruckend.

„Wir sind glücklich und froh, dass wir das Stück so gut gewuppt haben“, freute sich Inka Janßen-Wiese und sprach ihren Mitstreitern ein dickes Lob aus. Auch Souffleuse Silvia Strowitzki attestierte allen mit den Worten „Ich hatte gar nichts zu tun“ einen reibungslosen Auftritt.

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„Mien Hoff un dien Hoff“ wurde übrigens auch von dem Übersetzer Heino Buerhop verfolgt, der ebenfalls sehr angetan war von der Leistung der Laiendarsteller.

Das war so nicht zu erwarten. Denn nachdem das erste ausgesuchte Stück vor zwei Monaten wegen der Erkrankung zweier Darsteller komplett über den Haufen geworfen worden war, ging die fieberhafte Suche nach einem neuen Stück los. Bis tief in die Nacht wurden Texte gelesen und ausgesucht, was am besten zu den noch verbliebenen Spielern passen könnte.

Damit nicht genug, denn in nur acht Wochen mussten dieses neue Stück überarbeitet, der Text gekürzt und erlernt und die Rollen mit Leben gefüllt werden. Die Zeit war sehr knapp und die Darsteller mussten auch zu Hause eine Menge Vorarbeit leisten.

In den letzten drei Wochen hieß es dann, jeden Tag zur Probe auf der Bühne im Seefelder Schaart zu erscheinen und die Rolle schneller als sonst üblich zu verinnerlichen. Auch für Astrid Kächele, die das erste Mal Regie führte, war das keine leichte Aufgabe, aber sie meisterte die Herausforderung souverän.

„Sie hat viel Ruhe in die Sache gebracht“, lobte Inka Janßen-Wiese und auch ihre Spielerkollegen hätten alle an einem Strang gezogen, damit das diesjährige Theater nicht abgesagt werden musste.

Da die Premiere eine Woche später als sonst üblich stattfand, wird es keine Zusatztermine geben. Interessierte sollten sich deshalb Karten für die bereits bekannten Aufführungstermine besorgen. Nur noch Restkarten gibt es für den 29. Januar sowie den 3. und 5. Februar. Weitere Termine sind am 27. und 31. Januar, am 7., 10. und 12. Februar jeweils um 20 Uhr.

Schon bevor sich der Vorhang am Sonnabend bei der Premiere öffnete, war dahinter lautes Lachen und Feixen zu hören, von Anspannung keine Spur.

Astrid Kächele versprach bei ihrer Begrüßung ein turbulentes und spaßiges Stück. Damit sollte sie mehr als recht behalten. Schon bei den Proben sei es trotz des Zeitdruckes sehr lustig zugegangen, erinnerte sich Inka Janßen-Wiese. Für die Zuschauer kam es dann wie eine Lawine aus Wortwitz und ulkiger Klamotte, was natürlich auf Plattdeutsch noch viel komischer daherkam.

Frei und unbekümmert

Besonderes Lob verdient Debütantin Lea Busch, die sehr frei und unbekümmert agierte und jede Form der Anspannung vermissen ließ. Für extreme Lacher und sehr angestrengte Lachmuskeln sorgten erneut Jan-Eike Kaars vor allem als Tante Helene, gehüllt in ein glitzer-blaues Seidenkleid mit Männer-Nylons und schwarzen Highheels und Lars Thienken, zunächst als Ehemann Manfred und später in einer Frauenrolle. Ihm nahm man den leicht beschränkten paddeligen Typ sofort ab.

Routiniert und mit nackten Beinen sorgten auch Thomas Helms als todkranker Bauer Hugo mit stets griffbereitem Flachmann und sein Bruder Eugen – gespielt von Heinz Marschallek – für feuchte Augen.

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