Brake In Brake wird wieder häufiger „Ja“ gesagt. Denn die Zahlen der Eheschließungen sind im Jahr 2015 deutlich gestiegen. Hatte sich im Jahre 2014 60 Paare in Brake das Ja-Wort gegeben, heirateten im vergangenen Jahr 72 Paare in den diversen Trauzimmern im Stadtgebiet.

Darauf ist Standesbeamtin Angelika Schumacher auch sehr stolz. „Für jede Festgesellschaft ist etwas dabei“, erklärt sie. Während in der Spitze des Telegraphen nur Platz für maximal fünf Personen ist, finden in der Fliesenstube im Borgstede- und Becker-Haus bereits zehn Personen Platz. Im Eingangsbereich des Schiffahrtsmuseums können rund 80 Menschen an der Trauung teilnehmen. Das Schiffahrtsmuseum öffnet für Trauwillige auch seinen Garten. „Seit zwei Jahren ist es möglich, dass auch im Freien geheiratet werden kann, wenn ein Trauzimmer angeschlossen ist“, erklärt Schumacher. Dort haben im vergangenen Jahr 16 Paare geheiratet.

25 Eheleute haben sich im vergangenen Jahr für die urgemütliche Atmosphäre des Fischerhauses entschieden. Seit 1998 sind dort Trauungen möglich, und es gehört zu den beliebtesten Orten zum Heiraten in Brake.

Ein Geheimtipp für Brautpaare, die bei ihrer Hochzeit Hollywood-Flair suchen, ist das Centraltheater. „Das wissen viele gar nicht, dass wir dort auch Trauungen anbieten“, erklärt Schumacher. Im vergangenen Jahr gaben sich hier auch nur zwei Paare das Ja-Wort. Allerdings gibt es in diesem Jahr auch Einschränkungen für Hochzeiten im Centraltheater. „Durch die Umbauarbeiten sind Trauungen in den Sommermonaten nicht möglich“, sagt Angelika Schumacher.

33 Paare im Rathaus

Am meisten Trauungen gab es aber im Trauzimmer des Rathauses. 33 Paare vermählten sich hier. Schumacher erklärt es sich damit, dass hier die Zusatzgebühr von hundert Euro nicht erhoben wird. „Die Räumlichkeiten außerhalb des Rathauses müssen ja gemietet werden“, erklärt Schumacher. Außerdem würden sich Mitarbeiter und Ehrenamtliche bei den Trauungen sehr viel Mühe mit den Vorbereitungen geben. „Die machen das wirklich sehr schön“, sagt Schumacher.

Trotz der vielen Möglichkeiten zum Heiraten versuchen immer wieder Paare, die Standesbeamtin zu neuen Orten für Hochzeiten zu überreden. „Da gibt es aber klare Richtlinien. Ein Trauzimmer muss öffentlich zugänglich sein, und das sind ein privates Segelschiff oder ein Privatgarten eben nicht“, stellt Schumacher klar.

Vier Partnerschaften

Einen weiteren positiven Trend verzeichnet die Standesbeamtin bei den Lebenspartnerschaften, also der Vermählung von homosexuellen Paaren. „2015 hatten wird vier Paare. Im Jahr davor keines“, sagt Schumacher. Hier würden überwiegend ältere Paare im Alter zwischen 45 und 70 den Schritt wagen.

Für das kommende Jahr hat die Braker Standesbeamtin bereits einige Anmeldungen für Eheschließungen. Die Daten 16. Juni 2016 und 6. Juni 2016 sind trotz der Zahlenfolge noch nahezu unbelegt, verrät die Standesbeamtin.

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