Brake Weihnachten ist ein Fest der Traditionen. Das Weihnachtskonzert von „Jonah“, die bis bis 2011 noch als „Promises Promises“ unterwegs waren, ist am ersten Festtag seit rund einem Jahrzehnt eine davon. Doch ins Duc d´Alben passen die vielen Fans der Braker Musiker, die mittlerweile in Berlin zuhause sind, schon lange nicht mehr.

„32 Kartenvorbestellungen gab es vor drei Jahren, und 140 Freunde und Fans füllten dann die Sitze“, erinnerte Norbert Ostendorf, Leiter des Central-Theaters, bei der Begrüßung an Jonahs ersten Auftritt auf der Bühne des Kulturzentrums. Völlig chancenlos, noch einen Sitzplatz zu ergattern, waren Kurzentschlossene dieses Mal.

Den musikalischen Auftakt des Abends machte aber erst einmal – ebenfalls schon traditionell – Tom Wessels. Der ehemalige Gitarrenschüler von Christian Steenken heizte dem Publikum mit seinem virtuosen Spiel ordentlich ein. Schlagzeug, Basslinie, Lead- und Rhythmusgitarre in einem sei sein Instrument, erklärte der Gitarrist. Der Tatsache, dass die große Mehrheit des Publikums dem Auftritt von Jonah entgegenfieberte, sei er sich bewusst, gestand er schmunzelnd. Viel Beifall für die grandiose Leistung von Tom Wessels gab es gleichwohl.

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Und riesig war dann auch der Applaus, als das Duo die Bühne betrat. Gleich der erste Tag des Jahres 2014 habe für Jonah damit begonnen, das „Summer overload“ als Titeltrack für die erste Episode einer Amerikanischen Serie ausgewählt wurde, berichteten Angelo Mammone und Christian Steenken ihren Fans. Ganz geplättet waren sie dann aber vor drei Monaten vom Erfolg von „All we are“. Der Song, der beim Weihnachtskonzert 2013 in Brake seine Premiere feierte, wurde von dem Mobilfunkanbieter Vodafone für einen Werbespot ausgewählt und stürmt seitdem unaufhaltsam die Charts. Anfragen von allen großen Musiklabels folgten.

Aus der Hand geben wollten die beiden Musiker ihre Produktion eigentlich nicht – ein Vorhaben, das sie allerdings angesichts der Flut von Organisatorischem, das mit dem Erfolg einher ging, inzwischen revidieren mussten. „Schließlich wollen wir doch viel lieber Musik machen“, so die Begründung. Und so haben Jonah dann auch beim Sony-Label unterschrieben. Mitte 2015 soll dort ein Album erscheinen.

Sowohl Werbeclip als auch Musikvideo schauten sich Jonah gemeinsam mit dem Publikum auf der bestens dafür geeigneten Kinoleinwand an. Im Vordergrund stand aber natürlich die Live-Musik, mit der sie rund eine Stunde lang alle Fans im ausverkauften Saal begeisterten. Und wie immer beendeten auch dieses Mal wieder zwei inzwischen liebgewonnene Traditionen, die es nur in Brake gibt, das Konzert: Die erste war das spontane Covern des Songs, der zufällig kurz vor dem Auftritt aus dem Autoradio erklang – in diesem Fall Rihannas „Diamonds“. Danach hieß es bei „Free Falling“ für das Publikum wieder: mitsingen – ein Gänsehautmoment für Band wie Zuhörer.

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