Nordenham Heimatliches Kulturgut zu schützen und heimatliches Wissen zu verbreiten – so umriss im Groben der Vorsitzende des Rüstringer Heimatbundes, Hans-Rudolf Mengers, am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung des gut 1500 Mitglieder zählenden Vereins dessen Aufgaben. Die ständige Suche nach neuen Quellen und Belegen einerseits, und Beständigkeit und Bewahrung andererseits ist dafür Grundvoraussetzung.

So verwundert es nicht, dass sowohl Hans-Rudolf Mengers, der seit 16 Jahren die Geschicke „seines“ Vereins leitet, sowie sein Vorstandsteam um Alexander Schuhr (Vize), Andreas Schindler (Kassenwart) und Annegret Martens (Schriftführerin) einstimmig wiedergewählt wurden. „Unser Erfolg ist an die Person des ersten Vorsitzenden gebunden. Und wir wünschen uns, dass er noch lange und mit Freude dem Heimatbund voranschreitet,“ unterstrich Alexander Schuhr.

Tolle Plattform

Vorausgegangen waren die Grußworte von Bürgermeister Hans Francksen und den Landtagsabgeordneten Björn Thümler und Karin Logemann. „Wir wissen eure Arbeit zu schätzen,“ sagte Hans Francksen. Die Kulturlandschaft in der Wesermarsch brauche sich nicht zu verstecken. Der Heimatbund trage „als tolle Plattform“ dazu wesentlich mit bei.

Der Rüstringer Heimatbund sei noch jung an Jahren und sei immer vital geblieben, lobte Björn Thümler. Er trage die reiche Kultur der Wesermarsch auch weit über ihre Grenzen hinaus. Die Moorseer Mühle, das Müllerhaus und das Stadtmuseum seien beim Heimatbund in besten Händen. „Unsere Geschichte ist wichtig für uns alle. Wir müssen unsere Wurzeln kennen und dürfen die Lektionen der Vergangenheit nicht vergessen,“ unterstrich Karin Logemann im Namen von Vereinen und Verbänden. Ohne Heimatvereine würde die Plattdeutsche Sprache aus unserem Leben verdrängt werden.

In seinem Jahresbericht erwähnte Hans-Rudolf Mengers unter anderem den Ankauf eines von 333 geprägten Faksimiles des Krönungsevangeliars Karls des Großen, einer echten Rarität. Er berichtete außerdem dass die Umbau-Arbeiten am Nordenham-Museum zu seiner „großen Zufriedenheit“ nahezu abgeschlossen sind.

Der Vorsitzende sagte, dass die ersten Vorarbeiten für eine neue Jubiläumsschrift zum 125-jährigen Heimatbund-Bestehen im Jahr 2017 anlaufen, und Lutz Timmermann die Neukonzeption des beliebten „Rüstringer Boten“ übernommen hat, der sich jetzt größer, umfangreicher und bunter präsentiere. Als Schwerpunkt künftiger Arbeit sieht Hans-Rudolf Mengers die Neugestaltung des Museumsparks zu einem Ensemble bis hin zur Leichenhalle.

Ehrennadeln vergeben

Zum Abschluss der Versammlung überreichte Hans-Rudolf Mengers die goldene Ehrennadel des Rüstringer Heimatbundes an Petra Schomaker für ihr Engagement bei der Pflege der plattdeutschen Mundart und im Rüstringer Schrieverkring, an Lutz Timmermann als langjähriger Schriftleiter des „Rüstringer Boten“ und – in Abwesenheit – an Theodor Köhne als langjährigem Besucher der monatlichen Klönabende, für die er auch selbst recherchierte und die er mit eigenen Vorträgen bereicherte.

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